Hallo zusammen,
als Projektmanager bin ich es gewohnt, Zahlen sauber zu strukturieren und Kosten transparent zu machen. Beim Altersvorsorgedepot 2027 ist das aber gar nicht so einfach, besonders wenn es um die Effektivkosten geht.
Ich versuche gerade, in meiner Tracking-App die tatsächlichen Gesamtkosten realistisch abzubilden – also Verwaltungsgebühren, Fondskosten (TER), eventuelle Transaktionskosten und dann noch die Auswirkung der Grundzulage (50 Cent pro eingezahltem Euro) auf die Gesamtrechnung. Das Problem: Die meisten Apps, die ich bisher ausprobiert habe, unterscheiden nicht sauber zwischen nominalen Kosten und dem, was nach Förderung effektiv übrig bleibt.
Für mich als Normalverdiener ist genau diese beitragsproportionale Förderung der entscheidende Hebel. Wenn ich 1.200 € im Jahr einzahle und 600 € Grundzulage bekomme, dann rechnen sich Kosten von z.B. 0,8% TER plötzlich ganz anders als ohne Förderung.
Hat jemand eine Methode oder App gefunden, die das vernünftig darstellt? Oder tragt ihr das manuell irgendwo ein, z.B. in Excel oder einer eigenen Tabelle? Ich wäre auch für Workarounds offen.
Gerade im Sommer, wo man mal etwas mehr Zeit hat, wollte ich das endlich sauber aufsetzen.
Danke und Grüße,
Depot-Pro28
Gute Frage, die ich mir in ähnlicher Form auch schon gestellt habe – wenn auch aus einer etwas anderen Perspektive. Mich beschäftigt beim Altersvorsorgedepot 2027 vor allem die Auszahlungsphase und die nachgelagerte Besteuerung, aber die Kostenfrage ist natürlich auch für mich relevant, weil sie direkt das Kapital beeinflusst, das später versteuert wird.
Ich habe bisher keinen Tracker gefunden, der Förderung und Kosten wirklich sauber zusammendenkt. Mein Workaround: Ich pflege eine eigene Excel-Tabelle, in der ich Eigenbeitrag, Zulage und Kosten getrennt erfasse und dann die Effektivkostenquote auf das Gesamtkapital (Eigenbeitrag + Zulage) berechne. Das ist etwas Handarbeit, aber nur so bekomme ich ein realistisches Bild.
Was ich dabei gelernt habe: Die Effektivkostenquote, die Anbieter ausweisen, bezieht sich oft nur auf den Eigenbeitrag – die Zulage bleibt außen vor. Das verfälscht den Vergleich erheblich. Hatte das Thema Anbieterwechsel übrigens schon mal im Blick, da spielen Kosten ebenfalls eine Rolle: Bankenwechsel während laufender Altersvorsorge - was beachten?
Kurz gesagt: Ich würde auf eine eigene Tabelle setzen, solange die Apps das nicht besser abbilden.
Ich steh da noch ganz am Anfang und hab ehrlich gesagt noch nicht so tief in die Kostenfrage geschaut. Aber der Punkt mit der Zulage, die die Effektivkosten quasi drückt, ist mir jetzt neu – macht aber Sinn wenn mans so erklärt. Danke dafür, werd ich mir merken wenn ich 2027 loslege!