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Nachgelagerte Besteuerung im Depot-Tracker sichtbar machen – wie?

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Hermann H.
Beiträge: 44
Themenstarter
(@hermannh_55)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#66]

Hallo zusammen,

als Frührentner beschäftige ich mich schon seit einigen Monaten intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027. Was mich dabei besonders beschäftigt, ist die nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlungsphase. Ich habe das so verstanden, dass die geförderten Beiträge und die Erträge daraus später im Rentenalter voll versteuert werden müssen – ähnlich wie bei der klassischen Riester-Rente, nur eben im Depot-Gewand.

Mein Problem: Ich versuche das gerade in einem Depot-Tracker abzubilden, damit ich schon jetzt eine realistische Vorstellung bekomme, was nach Steuern netto übrig bleibt. Aber die meisten Apps, die ich bisher ausprobiert habe, zeigen mir nur Brutto-Renditen und kennen keine Unterscheidung zwischen gefördertem und ungefördertem Kapital.

Konkret suche ich also eine Möglichkeit (App oder Methode), die mir erlaubt:
- den geförderten Anteil getrennt vom Eigenanteil zu erfassen
- eine grobe Steuerprojektion für die Auszahlungsphase einzubauen
- idealerweise verschiedene Szenarien (z.B. unterschiedliche Rentensteuersätze) durchzuspielen

Gibt es hier jemanden, der sich das schon mal systematisch aufgebaut hat? Bin für jeden Hinweis dankbar, auch wenn es erstmal nur mit Excel oder ähnlichem klappt. Das Produkt startet ja erst 2027, aber ich möchte mich jetzt schon richtig vorbereiten.

Viele Grüße
Hermann


2 Antworten
Marc-Technik
Beiträge: 52
(@marc-technik)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Gute Frage, Hermann – das ist tatsächlich ein blinder Fleck bei fast allen gängigen Tracking-Apps. Die unterscheiden schlicht nicht zwischen gefördertem und eigenem Kapital, weil das für normale ETF-Depots irrelevant ist.

Ich hab mich damit schon länger beschäftigt, auch im Kontext meines Thread zur ETF-Förderung. Mein Ansatz ist aktuell noch hybrid: Portfolio Performance für die Performancemessung, und daneben ein selbst gebautes Google-Sheet für die Steuerprojektion.

In dem Sheet trenne ich drei Töpfe: staatliche Zulage, eigene Beiträge und Kursgewinne. Für die Auszahlungsphase hinterlege ich verschiedene Grenzsteuersätze (z.B. 20%, 25%, 30%) und lasse mir den Nettobetrag nach Besteuerung ausrechnen. Ist kein Hexenwerk, aber du musst die Annahmen bewusst treffen – Inflationsrate, Entnahmedauer, Renteneinnahmen insgesamt.

Was ich noch nicht sauber gelöst hab: die Wechselwirkung mit anderen Renteneinkünften (GRV, Betriebsrente). Da wird der individuelle Steuersatz in der Praxis durch Progressionseffekte stark beeinflusst. Vielleicht rechnet sich das für dich als Frührentner anders als für jemanden, der erst mit 67 in Rente geht. Würde da auf jeden Fall mit einem Steuerberater gegengecheckt werden.


Antwort
Marco_8763
Beiträge: 23
(@marco_8763)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich ehrlichgesagt track das alles noch garnicht so detailliert. Mir reicht fürs erste ein grobes Bild. Für die Steuerseite in der Auszahlungsphase macht das meiner Meinung nach erst Sinn wenn man wirklich weiß wie hoch der eigene Gesamtsteuersatz im Rentenalter wird – und das ist 2026 noch schwer abzuschätzen. Erstmal starten und dann nachschärfen würde ich sagen.


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