Hallo zusammen,
ichmal eine eher praktische Frage, die mich schon eine Weile beschäftigt: Ich plane das neue Altersvorsorgedepot ab Januar 2027 zu nutzen, und fange jetzt im Sommer an, meine Tracking-Struktur vorzubereiten – hab ja noch ein bisschen Zeit und nutze die ruhigere Urlaubsphase zum Vorbereiten.
Mein Problem: Ich habe noch keine Ahnung, ob mein zukünftiger AVD-Anbieter eine vernünftige Schnittstelle zu Tracking-Tools anbieten wird. Für den Fall, dass nicht (oder erst viel später), überlege ich mir eine rein manuelle Erfassungsmethode aufzubauen.
Konkret: Was tragt ihr ein? Nur den Depotwert? Oder auch Einzahlungen, Zulagen, Kursgewinne getrennt? Und wie oft – monatlich, quartalsweise?
Ich frage mich auch, wie ich die staatliche Zulage dabei sauber herausrechne, um wirklich zu sehen, wie viel die eigentliche ETF-Rendite ist und wie viel vom Staat kommt. Das finde ich fast noch wichtiger als die reine Gesamtperformance.
Hat jemand da schon ein System? Excel, Numbers, irgendein Template? Ich fang sonst einfach selbst mit einer Tabelle an, aber bevor ich das Rad neu erfinde... Vielleicht habt ihr schon was Funktionierendes.
Danke und schöne Grüße,
Laura
Quatalsweise reicht meiner Meinung nach vollkommen. Monatlich wird es schnell zu einem kleinen Nebenjob, vor allem wenn man mehrere Positionen hat.
Ich hab nach meiner ersten Einzahlung damals gemerkt dass man sich selbst schnell in zu viel Detailarbeit verliert. Einfach halten: Depotwert, Gesamteinzahlung kumuliert, und daraus die einfache Rendite. Für die Zulage würde ich am Jahresende einmal nachschauen, was tatsächlich gutgeschrieben wurde, und das separat notieren. Fertig.
Wer will kann natürlich tiefer gehen, aber für den Anfang reicht das absolut.
Die Frage nach der Trennung von eigenem Anteil und Zulage ist berechtigt. Ich mach das in meiner Tabelle über zwei separate Cashflow-Spalten und berechne mir dann für beide Seiten den XIRR-Wert. So sehe ich: Was bringt mein eingesetztes Kapital? Und als Ergänzung: Was bringt das gesamte Depot inklusive Förderung?
Beide Zahlen sind interessant, aber aus unterschiedlichen Gründen. Die erste für den Vergleich mit anderen Anlageformen, die zweite für die absolute Entwicklung meines Altersvorsorgekapitals.
Als Frequenz würde ich monatlich für die Depotwerteingabe empfehlen (dauert 5 Minuten), aber Renditeberechnungen nur halbjährlich machen. Zu häufige Renditebetrachtung führt erfahrungsgemäß zu unnötigem Aktionismus – das kenn ich aus eigener Erfahrung mit Faktor-ETF-Strategien.
Ich nutze für mein jetziges Depot eine simple Google-Tabelle und bin da total zufrieden. Für das AVD werde ich das anpassen.
Wichtig finde ich noch: Transaktionskosten separat erfassen! Die TER vom ETF sieht man ja nicht direkt, die schlägt sich im Kurs nieder – aber etwaige Orderkosten oder Kontogebühren sollte man schon festhalten. Gerade weil die Kostenstruktur beim AVD anfangs noch nicht so transparent sein wird. Dazu hab ich hier im Forum schon was geschrieben: ETF-Kosten verstehen - was kostet mich das Altersvorsorgedepot wirklich?
Ansonsten: monatlich, nicht wöchentlich. Und ruhig auch mal einen Monat auslassen wenn Urlaub ist 😄
Kurze Frage dazu: Gibt es eigentlich schon Templates speziell für das AVD 2027 irgendwo zum Downloaden? Ich fänd das praktisch, muss dann nicht selbst von null anfangen.