Hi Leute,
plane gerade meine Sachen für die Steuererklärung 2026 und frage mich, ob die Steuerreports aus den ganzen Tracking-Apps eigentlich ausreichend sind fürs Finanzamt. Nutze derzeit Parqet für mein normales Depot und bin ziemlich zufrieden mit den Auswertungen.
Jetzt mit dem Altersvorsorgedepot ab 2027 wird's ja nochmal komplizierter - verschiedene Töpfe, steuerfreie Erträge, eventuell auch noch private Rentenversicherungen dazu. Kann ich mich da auf die automatischen Reports verlassen oder sollte ich lieber alles nochmal manuell durchrechnen?
Hab gehört dass manche Apps noch Probleme mit der deutschen Steuerlogik haben, besonders bei Teilfreistellungen und so. Will ungern Ärger mit dem Finanzamt riskieren, aber auch nicht den ganzen Sommer mit Exceltabellen verbringen 😅
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Nutzt ihr die App-Reports direkt oder macht ihr nochmal ne Plausibilitätsprüfung? Und wie seht ihr das für die neuen Altersvorsorgeprodukte - werden die Apps da überhaupt mithalten können?
Ich arbeite beruflich im Steuerbereich und kann nur davor warnen, sich komplett auf diese Reports zu verlassen. Die meisten Apps haben noch erhebliche Schwächen bei der deutschen Steuerlogik.
Besonders problematisch sind Teilfreistellungen bei ETFs, Verlustverrechnung zwischen verschiedenen Jahren und die korrekte Behandlung von Altbeständen vor 2009. Hab schon mehrere Fälle gesehen wo das Finanzamt nachgefragt hat.
Meine Empfehlung: Apps als Hilfe nutzen, aber die wichtigen Zahlen immer nochmal gegen die Broker-Bescheinigungen prüfen. Wie ich schon mal geschrieben hab, sind saubere Unterlagen bei größeren Beträgen besonders wichtig.
Bei mir hat Portfolio Performance dieses Jahr tatsächlich perfekt gepasst, hab alles nochmal mit den Steuerbescheinigungen abgeglichen. Aber klar, bei nem größeren Depot würd ich auch vorsichtiger sein.
Für 2027 sehe ich das Problem eher darin dass die ganzen neuen Regelungen noch gar nicht programmiert sind. Da wirds sicher erstmal chaotisch bis die Apps nachziehen.
Gute Frage! Ich würde persönlich nie blind auf die App-Reports vertrauen. Hab letztes Jahr bei Portfolio Performance mal nachgerechnet und da waren kleinere Abweichungen drin, nichts Dramatisches, aber trotzdem.
Für die Steuererklärung nehm ich die App-Auswertungen als Grundlage, rechne aber trotzdem nochmal die wichtigsten Positionen nach. Dauert vielleicht ne halbe Stunde mehr, aber dafür schlaf ich ruhiger.
Bei den neuen Altersvorsorgedepots wird's sicher noch komplizierter. Die ganzen Steuerbefreiungen und Sonderregelungen sind ja noch nicht mal richtig definiert. Da würd ich erstmal abwarten wie sich die Software-Landschaft entwickelt.