Guten Tag zusammen,
ich bin seit einigen Monaten im Ruhestand und beschäftige mich nun intensiver mit meiner finanziellen Situation. Neben dem neuen Altersvorsorgedepot 2027, das ich ab Januar nutzen möchte, überlege ich auch, ob eine ältere Immobilie als Kapitalanlage sinnvoll wäre – ein Haus aus den 1960ern steht in meiner Region gerade zum Verkauf.
Mein eigentliches Problem: Ich habe keine handwerkliche Erfahrung und weiß schlicht nicht, wie man Renovierungskosten bei so einem Objekt vernünftig einschätzt. Der Verkäufer nennt mir natürlich eine optimistische Zahl, aber ich traue dem Ganzen nicht ganz. Dach, Heizung, Fenster, Elektrik – das kann sich ja schnell auf 80.000 bis 150.000 Euro summieren, oder?
Jetzt im Sommer habe ich eigentlich Zeit, mich damit zu beschäftigen, und hätte auch Gelegenheit, das Haus mehrfach zu besichtigen. Aber worauf muss ich konkret achten, wenn ich keine Ahnung von Bausachverstand habe? Gibt es Checklisten, Gutachter, die das für überschaubares Geld machen? Und wie plant ihr das Budget – eher nach Quadratmetern pauschal oder nach Gewerken?
Ich möchte nicht blauäugig in so eine Investition gehen, gerade weil ich als Rentner keine langen Horizonte mehr habe, um Fehler auszusitzen. Über praktische Hinweise aus eigener Erfahrung wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut B.
Hallo Helmut,
ich bin zwar kein Immobilienexperte und beschäftige mich hier eigentlich hauptsächlich mit dem Altersvorsorgedepot 2027 – aber zu Deiner Frage mit dem Gutachter kann ich zumindest sagen: Das ist eigentlich der einzig vernünftige Weg, wenn man selbst keine Ahnung hat. Ein unabhängiger Bausachverständiger kostet je nach Region vielleicht 500-1.000 Euro für eine Begehung, aber das ist im Vergleich zu einem teuren Fehler absolut vertretbar.
Was Deine Schätzung betrifft – ja, 80.000 bis 150.000 Euro für ein 60er-Jahre-Haus klingt realistisch, eher solltest Du eher nach oben planen als nach unten. Heizung und Dach allein können schon 40-60k verschlingen.
Ich würde auf jeden Fall auch den Verbraucherschutz ansprechen, die haben oft Gutachterlisten. Und nie nur eine Besichtigung machen – am besten bei schlechtem Wetter, da sieht man Feuchtigkeitsprobleme viel besser.
Gruß, Markus