Seite wählen

Altbau kaufen: Wie ...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Altbau kaufen: Wie lerne ich Renovierungskosten realistisch einzuschätzen?

2 Beiträge
2 Benutzer
0 Reactions
4 Ansichten
Petra-Meier
Beiträge: 6
Themenstarter
(@petra-meier)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#98]

Hallo zusammen,

ichbin gerade dabei, mich ernsthafter mit dem Thema Altbauimmobilie zu beschäftigen – eher als langfristige Altersvorsorgestrategie denn als schnelle Investition. Beim Durchstöbern von Angeboten fällt mir immer wieder auf, dass ich eigentlich überhaupt keine Ahnung habe, was mich eine Renovierung wirklich kosten würde.

Ich meine damit nicht die klassische Schönheitsrenovierung (Streichen, neuer Boden), sondern die richtig großen Sachen: veraltete Elektrik, Feuchtigkeit im Keller, alte Heizung, undichte Fenster. Gerade jetzt im Sommer, wenn man beim Besichtigen gut sehen kann wie sich das Haus bei Hitze verhält, merke ich wie viel ich einfach noch nicht weiß.

Wie habt ihr das gelernt? Gibt es gute Checklisten, Bücher oder Kurse die wirklich praxistauglich sind? Ich habe gelesen dass man bei Altbauten pauschal mit 500–1.500 Euro pro Quadratmeter für eine Vollsanierung rechnen soll, aber das ist ja eine riesige Spanne. Wie komme ich zu einer realistischeren Einschätzung bevor ich einen Gutachter bezahle?

Und noch eine Folgefrage: Lohnt es sich überhaupt erstmal in Eigenleistung zu lernen, oder schätzen Profis das immer besser ein und ich spare mir die Zeit?

Freue mich über jede Erfahrung!


1 Antwort
Heinrich67
Beiträge: 16
(@heinrich67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Gute Frage, die ich mir vor ein paar Jahren auch gestellt hab. Ich bin zwar kein Immobilienprofi, aber ich hab mich damals intensiv damit beschäftigt – und ein bisschen davon gilt auch für die Frage, ob man überhaupt genug Grundlage hat, um solche Entscheidungen zu treffen (ich hab das für mich z.B. auch im Kontext Altersvorsorge durchgedacht, siehe Wann lohnt sich der Wechsel von Riester?).

Zur Sache: Die Spanne 500–1.500 Euro ist tatsächlich wertlos als Planungsgrundlage, das stimmt. Was wirklich hilft: Versuche erstmal gezielt zu lernen, welche Gewerke besonders teuer sind und warum. Elektrik komplett erneuern, Dachstuhl, Kellerabdichtung von außen – das sind die richtig teuren Positionen. Dazu gibt es Ratgeber vom Verband Privater Bauherren (VPB), die sind recht nüchtern und ohne Werbung geschrieben.

Eigenleistung beim Lernen lohnt sich meiner Meinung nach schon, aber nur um die richtigen Fragen stellen zu können. Einen unabhängigen Gutachter vor dem Kauf zu beauftragen ist trotzdem fast immer sinnvoll – die paar hundert Euro sind gut investiert wenn man damit eine teure Fehlentscheidung vermeidet. Gerade bei Feuchtigkeit im Keller oder alter Elektrik sieht man als Laie im Sommer beim Besichtigen oft nur die halbe Wahrheit.


Antwort
Teilen: