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Edelmetall-ETF im Depot: Gold und Silber kombinieren oder lieber eines?

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Monika67
Beiträge: 9
Themenstarter
(@monika67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#121]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit ein paar Wochen intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot, das ja ab 2027 startet. Ich bin jetzt 59 und möchte die letzten Jahre bis zur Rente noch sinnvoll nutzen, um meine Vorsorge etwas breiter aufzustellen.

Jetzt hab ich mich ein bisschen in das Thema Edelmetalle eingelesen und bin etwas hin- und hergerissen. Konkret: Macht es Sinn, im neuen Depot sowohl einen Gold-ETF als auch einen Silber-ETF zu halten? Oder sollte man sich auf eines konzentrieren?

Mein Gedanke war: Gold ist stabiler, Silber hat mehr Schwankungen aber vielleicht auch mehr Chance, weil Silber ja auch industriell stark nachgefragt wird (E-Mobilität, Solaranlagen usw.). Andererseits hab ich gelesen, dass Silber viel volatiler ist und für jemanden mit kürzerem Anlagehorizont vielleicht nicht ideal ist.

Mich würde interessieren, wie ihr das seht – besonders von Leuten, die schon etwas Erfahrung mit solchen Investments haben. Und eine Frage noch: Gibt es beim geförderten Altersvorsorgedepot überhaupt Besonderheiten, was Rohstoff-ETFs angeht? Werden die genauso gefördert wie andere ETFs?

Bin gerade im Sommerurlaub und nutze die ruhige Zeit zum Nachdenken und Recherchieren 😊 Freue mich auf eure Einschätzungen.

Viele Grüße
Monika


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3 Antworten
A.Bergmann
Beiträge: 34
(@a-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Monika,

gute Frage, über die ich mir beim Thema Rohstoffe auch schon Gedanken gemacht habe. Zur Förderungsfrage: Soweit ich das bisher verstanden habe, werden im neuen Altersvorsorgedepot Rohstoff-ETFs grundsätzlich genauso behandelt wie andere ETFs, solange der Anbieter die Anforderungen des Reformgesetzes erfüllt. Es gibt keine spezifische Ausgrenzung von Edelmetall-ETFs, zumindest nicht nach aktuellem Stand der Entwürfe. Aber ich würde das nochmal beim Anbieter direkt nachfragen, wenn es 2027 so weit ist.

Zur eigentlichen Frage Gold vs. Silber – ich sehe das so: Gold ist historisch die defensivere Komponente, gut für Kapitalerhalt. Silber ist industriell stärker eingebettet und korreliert deshalb auch stärker mit dem Konjunkturzyklus. Für jemanden mit knapp 6-8 Jahren bis zur Rente würde ich persönlich eher Gold übergewichten und Silber wenn, dann nur als kleinen Beimischer – maximal 5% des Gesamtdepots.

Und eine Kombination beider spricht natürlich auch nichts dagegen, solange die Gewichtung passt. Ich hab zum Thema Inflationsschutz und Rohstoffpositionen übrigens schon etwas im Thread Inflationsschutz: Wie risikoreich sind TIPS und Rohstoffpositionen? geschrieben, da war das Thema angrenzend.

Viele Grüße


Antwort
JuliaK82
Beiträge: 4
(@juliak82)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich finde es toll, dass du die Urlaubszeit nutzt um das alles durchzudenken 😄 Ich hab das letzen Sommer genauso gemacht.

Also ich würde sagen: Für jemanden mit deinem Zeithorizont ist Gold die sicherere Wahl. Silber finde ich persönlich spannend wegen der industriellen Nachfrage, aber ich hab auch noch deutlich mehr Jahre vor mir als du. Der Volatilitätsunterschied zwischen Gold und Silber ist wirklich erheblich – in schlechten Phasen fällt Silber oft doppelt so stark wie Gold.

Wenn du beide möchtest, dann vielleicht 80% Gold, 20% Silber – aber das ist wirklich nur meine persönliche Sichtweise, kein Finanzrat oder so. Und beim Altersvorsorgedepot 2027 würde ich auf physisch besicherte ETC achten, nicht nur synthetische Konstruktionen. Das hat jedenfalls meine Recherche ergeben.


Antwort
Markus91
Beiträge: 6
(@markus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kurz und knapp: Silber ist für kurze Anlagehorizonte einfach zu wild. Wenn du in 6-8 Jahren in Rente gehst, würde ich das Risiko nicht eingehen. Gold allein reicht als Edelmetall-Baustein im Depot völlig aus.


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