Ich hab mich mit dem Inflationsschutz-Aspekt von Rohstoffen schon intensiver beschäftigt, auch im Kontext der AltZertG-Anforderungen – dazu gibts ja einen eigenen Thread hier. Was ich dabei gelernt habe: Rohstoffe sind kein verlässlicher Inflationsschutz über kurze Zeiträume, über lange Zeiträume (10+ Jahre) hingegen schon eher statistisch belegt. Die Gewichtung würd ich weniger an einer Zahl festmachen als an der Frage: Was ist dein Zweck? Wenn du sagst 'Inflationsabsicherung', dann 5-10% reichen. Wenn du sagst 'Renditechance mit Rohstoffzyklus spielen', brauchst du dafür eigentlich ein separates nicht-gefördertes Depot – weil im Altersvorsorgedepot ist die Logik eher Langfriststabilität als taktisches Timing.
Also ich bin da ehrlich gesagt skeptisch was zu hohe Rohstoffquoten angeht. Die Kostenstruktur vieler Rohstoff-ETFs ist im Vergleich zu normalen Aktien-ETFs deutlich höher – das hab ich auch schon im Kontext der versteckten Kosten im Depot festgestellt (hab das mal im Kostenfallen-Thread aufgeworfen unter Kostenfallen beim Altersvorsorgedepot: Was steht nicht im Preisverzeichnis?). Wenn ich dann noch Rollverluste dazurechne bei Futures-basierten ETFs, frag ich mich ob der Inflationsschutz-Effekt nicht zum Gutteil durch die Kosten aufgefressen wird. Bei mir sind es deshalb maximal 5% Rohstoffe, und nur physisch hinterlegte wo das geht.
Kurz und knapp: Ich plane 8%, mix aus Breit-Rohstoff-ETF und einem kleinen Edelmetallanteil. Mehr würde ich mir fürs Altersvorsorgedepot nicht reinlegen – zu volatil für einen langfristigen Kernbaustein.