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Tilgungsrate richtig wählen – was beeinflusst die Gesamtkosten am meisten?

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Max-Bauer
Beiträge: 3
Themenstarter
(@max-bauer)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#84]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem Thema Immobilienfinanzierung, weil ich perspektivisch überlege, neben dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 auch eine eigene Immobilie in die Planung einzubeziehen. Ich sitze gerade im Garten (das Wetter lädt ja dazu ein) und rechne mir die Finger wund mit verschiedenen Online-Rechnern – und komme jedes Mal auf andere Ergebnisse, je nachdem welche Parameter ich eingebe.

Meine konkrete Frage: Was hat eigentlich den größten Hebel auf die Gesamtkosten einer Finanzierung? Ich schwanke gerade zwischen einer anfänglichen Tilgungsrate von 2% und 3%. Der Unterschied bei der Monatsrate klingt erstmal überschaubar, aber über die gesamte Laufzeit müssen das ja enorme Unterschiede sein.

Außerdem bin ich unsicher, wie ich den Zinsbindungszeitraum einschätzen soll – 10, 15 oder 20 Jahre. Die Zinsen sind ja momentan nicht gerade niedrig, also frage ich mich ob lange Bindung sinnvoll ist oder ob ich auf sinkende Zinsen spekulieren soll.

Und dann noch: Welche Parameter vergisst man als Laie gerne bei solchen Rechnern? Ich hab das Gefühl dass Nebenkosten, Instandhaltungsrücklage und so weiter oft komplett fehlen in den Standard-Tools.

Wäre super wenn jemand da aus Erfahrung berichten könnte. Danke!


1 Antwort
Nadine_1985
Beiträge: 1
(@nadine_1985)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Der Tilgungssatz ist tatsächlich einer der größten Hebel – da liegst du richtig. Der Unterschied zwischen 2% und 3% klingt erstmal klein, aber bei einem Kredit von z.B. 300.000€ läuft man bei 2% Tilgung locker 35+ Jahre, bei 3% kommt man deutlich schneller raus, spart dadurch massiv Zinsen über die Gesamtlaufzeit.

Zur Zinsbindung: Ich hab das selbst durchgekaut und bin am Ende bei 15 Jahren gelandet. Wer auf sinkende Zinsen spekuliert, geht ein echtes Risiko ein – niemand weiß wie sich das entwickelt. Lange Bindung gibt Planungssicherheit, auch fürs Depot und alles drum herum. Ich hab mich in einem anderen Thread hier schon mit den Thema laufende Fixkosten auseinandergesetzt, da ist mir aufgegangen wie wichtig Planbarkeit ist – ähnliches gilt hier meiner Meinung nach.

Und dein Punkt mit den vergessenen Parametern ist absolut berechtigt. Die meisten Standardrechner lassen folgendes weg: Grunderwerbsteuer, Notar, Makler (zusammen schnell 10-15% des Kaufpreises), laufende Instandhaltung (Faustregel: 1-1,5% des Immobilienwerts pro Jahr zurücklegen) und nicht-umlagefähige Nebenkosten bei vermieteten Objekten. Das summiert sich erheblich und verändert die Rentabilitätsrechnung komplett. Ich würd immer mit einem Puffer von mindestens 15% über dem reinen Kaufpreis rechnen bevor man irgendwas entscheidet.


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