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Beitragsproportionale Förderung – wie berechne ich meinen optimalen Sparbetrag?

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LaraKoch
BeitrÀge: 32
Themenstarter
(@larakoch)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#167]

Hallo zusammen! 😊

Ich bin 26, gerade frisch im Job und habe vor ein paar Wochen mein erstes Gefördertes Altersvorsorgedepot 2027 eröffnet – also noch theoretisch, denn der Start ist ja erst 2027. Ich versuche mich jetzt schon so gut wie möglich vorzubereiten.

Meine grĂ¶ĂŸte Frage dreht sich um die beitragsproportionale Förderung. Ich habe das Grundprinzip ungefĂ€hr verstanden: Je mehr ich einzahle, desto mehr Förderung bekomme ich – aber halt nur bis zu einem gewissen Punkt. Was ich noch nicht kapiere: Gibt es einen "Sweet Spot" beim monatlichen Beitrag, ab dem die Förderquote optimal ist? Und wie funktioniert das genau zusammen mit dem Berufseinsteigerbonus, den es ja anscheinend fĂŒr Leute unter 25 oder so gibt? Bin ich mit 26 da schon zu alt dafĂŒr?

Ich habe im Sommer etwas mehr Zeit zum Rechnen und wĂŒrde das gerne jetzt durchplanen, bevor 2027 startet. Mein Netto liegt bei rund 1.800 Euro, ich könnte realistisch 100-150 Euro pro Monat zur Seite legen.

Hat jemand konkrete Erfahrungen damit, wie man den eigenen Sparbetrag am besten auf die beitragsproportionale Förderung abstimmt? Oder weiß jemand, wie sich das fĂŒr Berufseinsteiger in meiner Einkommensklasse rechnet?

Viele GrĂŒĂŸe und danke schon mal!


4 Antworten
Helmut B.
BeitrÀge: 26
(@rentnerdepot62)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Den Berufseinsteigerbonus gibt's soweit ich das verstanden habe tatsĂ€chlich nur bis zu einem bestimmten Einstiegsalter, ich meine bis 25 Jahre beim ersten Abschluss. Mit 26 dĂŒrfte das leider knapp nicht mehr klappen, LaraKoch. Lass dich aber nicht entmutigen, die regulĂ€re beitragsproportionale Förderung ist auch ohne diesen Bonus schon nicht schlecht.

Ich als Rentner schaue das natĂŒrlich aus einer anderen Perspektive – mir stellt sich eher die Frage ob sich das ĂŒberhaupt noch lohnt in meinem Alter. FĂŒr dich mit 26 ist die Zeit aber definitiv dein grĂ¶ĂŸter Vorteil. Der Zinseszinseffekt ĂŒber 40 Jahre macht da viel mehr aus als ein einmaliger Einstiegsbonus.

Was mich bei dem System ehrlich gesagt noch beschĂ€ftigt ist, wie vergleichbar die Effektivkosten verschiedener Anbieter wirklich sind – hab dazu drĂŒben auch was geschrieben. Aber das ist vielleicht ein anderes Thema fĂŒr einen anderen Thread.


Antwort
Kritiker_77
BeitrÀge: 44
(@kritiker_77)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich will da mal kurz den Spielverderber geben, auch wenn das vielleicht nicht das ist was du hören willst:

Die beitragsproportionale Förderung klingt erstmal toll, aber man sollte immer genau hinschauen was hinten rauskommt. Förderquote schön und gut – aber wenn der Anbieter dafĂŒr hohe Verwaltungskosten verrechnet, frisst das einen ordentlichen Teil der staatlichen Subvention wieder auf. Das sieht man in den Angeboten oft erst im Kleingedruckten.

FĂŒr jemanden mit 1.800 Euro Netto und 100-150 Euro Sparrate wĂŒrde ich empfehlen: Erstmal die Effektivkosten des gewĂ€hlten Anbieters wirklich durchleuchten, bevor man sich auf die Förderoptimierung konzentriert. Ein gĂŒnstiger Anbieter mit etwas weniger optimierter Förderung kann unter dem Strich besser sein als ein teurer mit "perfekter" Förderausschöpfung.

Den Berufseinsteigerbonus – wenn du den ohnehin verpasst hast – kannst du eh abhaken. Lieber Energie in die Kostenstruktur stecken, da ist der Hebel ĂŒber 40 Jahre deutlich grĂ¶ĂŸer. Hab sowas Ă€hnliches schon mal bei Hybridprodukten durchgerechnet, das Muster ist immer dasselbe.


Antwort
Frank_78
BeitrÀge: 63
(@frank_78)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Kurz und knapp: Den Sweet Spot findest du, indem du schaust welcher Monatsbeitrag exakt die maximale Fördersumme auslöst – nicht mehr, nicht weniger. Alles drĂŒber ist dann einfach gefördertes Depot ohne Bonus. Dein Anbieter sollte dir das eigentlich auf Nachfrage ausrechnen können, sonst wĂŒrd ich den wechseln bevor 2027 losgeht.


Antwort
VorsorgePro58
BeitrÀge: 60
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hallo LaraKoch,

gute Frage, ĂŒber sowas hab ich mir selbst auch erst den Kopf zerbrochen, als ich damals von Riester auf das neue System umgestiegen bin. Bei der beitragsproportionalen Förderung gilt grob: Der Staat legt einen bestimmten Prozentsatz deines eigenen Beitrags obendrauf – aber nur bis zur Fördergrenze. Du hast also tatsĂ€chlich einen "optimalen" Beitrag, nĂ€mlich genau den Betrag, der die volle Förderung ausschöpft ohne drĂŒber zu liegen. Alles was du darĂŒber hinaus einzahlst, ist dann "normales" Sparen ohne Förderanteil.

Bei deinem Netto wĂŒrde ich empfehlen, erstmal die genaue Fördergrenze fĂŒr dein Einkommen auszurechnen – das geht ĂŒber den ZfA-Rechner oder bei deinem Anbieter direkt. Zum Berufseinsteigerbonus: Das ist meines Wissens an ein Alter gebunden, schau da nochmal genau in die Gesetzestexte, ich glaube du bist mit 26 tatsĂ€chlich schon knapp raus, aber sicher bin ich da nicht.

FĂŒr SelbstĂ€ndige wie mich ist das nochmal anders gelagert, da hab ich hier schon drĂŒber geschrieben: Risikoprofil fĂŒrs neue Depot: Woher weiß ich, was wirklich zu mir passt?

Aber fĂŒr Angestellte in deiner Lage klingt 100-150 Euro monatlich nach einem vernĂŒnftigen Startpunkt. Einfach prĂŒfen ob der volle Förderbetrag damit schon erreicht wird.


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