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Fondgebundene RV zu ETF-Depot wechseln - Verluste durch Wechsel?

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Heinrich_1952
Beiträge: 18
Themenstarter
(@heinrich_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#30]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit den Effektivkosten meiner fondgebundenen Rentenversicherung und überlege einen Wechsel zu einem reinen ETF-Portfolio im Gefördertes Altersvorsorgedepot 2027. Die Versicherung läuft seit 8 Jahren, hat aber hohe laufende Kosten von etwa 1,8% p.a.

Bei den aktuellen Sommertemperaturen sitze ich oft im klimatisierten Arbeitszimmer und rechne die verschiedenen Szenarien durch. Die Zahlen der Versicherung sind ernüchternd: Von meinen bisherigen Einzahlungen sind etwa 15% für Abschluss- und Verwaltungskosten "verschwunden".

Meine Frage: Macht ein Wechsel zu ETFs trotz der bereits gezahlten Abschlusskosten noch Sinn? Die Bonusregelungen beim AVD 2027 sind ja deutlich transparenter als früher bei Riester. Sollte ich die Versicherung stilllegen und neu mit ETFs anfangen, oder komplett kündigen?

Die Versicherung hat noch 19 Jahre Laufzeit. Bei ETFs würde ich mit 0,2% TER rechnen versus den 1,8% bei der Versicherung.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Über sachliche Einschätzungen würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße
Heinrich


1 Antwort
H.Bergmann
Beiträge: 31
(@h-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Heinrich,

aus meiner Erfahrung als Rentner kann ich dir nur raten: Wechsel so schnell wie möglich! Ich habe ähnliche Fehler in den 90ern gemacht und viel zu lang an teuren Versicherungsprodukten festgehalten.

Die 15% Kosten die schon "weg" sind, bekommst du sowieso nicht zurück - das ist versunkenes Kapital. Entscheidend ist die Zukunft: 1,8% jährlich bei der Versicherung gegen 0,2% bei ETFs macht über 19 Jahre einen riesigen Unterschied! Bei der aktuellen Inflation frisst die Versicherung deine Rendite komplett auf.

Das AVD 2027 ist wirklich deutlich besser geworden - keine versteckten Kosten wie früher bei Riester. Ich würde die Versicherung stilllegen (nicht kündigen!) und das Geld in breit gestreute ETFs umschichten. World + Emerging Markets hat bei mir trotz Inflation die Kaufkraft erhalten.

Bei noch 19 Jahren Ansparzeit holst du die "verlorenen" Abschlusskosten locker wieder rein. Die Mathematik ist eindeutig - lass dich nicht von Versicherungsvertretern einreden, dass "Durchhalten" besser wäre.

Viele Grüße
H.Bergmann


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