Hallo zusammen,
bin gerade dabei, meine Altersvorsorge zu überdenken und ehrlich gesagt ziemlich frustriert. Ich bin 45, verdiene ganz ordentlich, aber habe bisher nur die gesetzliche Rente und ein kleines Sparkonto. Jetzt rechne ich mir aus, was ich bis zur Rente noch ansparen kann und komme auf etwa 50.000 Euro Lücke, wenn ich meinen Lebensstandard halbwegs halten will.
Meine Frage: Macht es überhaupt noch Sinn, jetzt mit einem ETF-Depot anzufangen? Die ganzen Rechner im Internet gehen immer von 30-40 Jahren Ansparzeit aus, aber ich hab nur noch 20 Jahre bis zur Rente. Klar, die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot 2027 ist nett, aber reicht das?
Kann mir jemand ehrlich sagen, ob ich mit ETFs in der kurzen Zeit noch was reißen kann? Oder soll ich lieber auf Nummer sicher gehen und das Geld aufs Festgeld packen? Die Volatilität macht mir schon Sorgen - was wenn kurz vor der Rente alles crasht?
Danke schonmal für eure Einschätzungen!
Hallo Gerhard,
verstehe deine Sorgen gut! Aber 20 Jahre sind definitiv noch ausreichend für eine ETF-Strategie. Das Problem ist nur: Du kannst dir keine großen Verluste leisten, daher würde ich zu einer defensiveren Aufteilung raten.
Meine Empfehlung: 60% ETFs (MSCI World + Emerging Markets) und 40% sichere Komponente über das Garantieprodukt im Altersvorsorgedepot. So nutzt du die Förderung optimal und hast trotzdem Wachstumschancen. In den letzten 5 Jahren vor der Rente dann schrittweise umschichten.
Ich hatte ähnliche Überlegungen hier im Thread diskutiert. Wichtig ist: Früher anfangen ist immer besser als gar nicht anfangen!
Gerhard, aus fachlicher Sicht ist Ihr Zeitfenster durchaus noch ausreichend für eine ETF-basierte Strategie. Entscheidend ist die richtige Asset-Allokation abhängig von Ihrer Risikotoleranz.
Bei 20 Jahren bis zur Rente empfehle ich maximal 70% Aktien-ETFs, den Rest in defensive Anlagen. Das Altersvorsorgedepot 2027 bietet hier mit dem Garantieprodukt eine gute Basisabsicherung. Wichtig: Einen Entnahmeplan entwickeln, der die letzten 5-7 Jahre vor Rentenbeginn berücksichtigt.
Ihre Bedenken wegen eines Crashs sind berechtigt, aber historisch gesehen erholen sich die Märkte meist binnen 3-5 Jahren. Bei 20 Jahren Anlagehorizont ist das verkraftbar. Alternativ könnten Sie über einen Target-Date-Ansatz nachdenken, der automatisch konservativer wird.
Hi Gerhard! Also ich würd auf jeden Fall noch einsteigen. 20 Jahre sind doch ne ganze Menge! Klar, das Risiko ist da, aber aufm Sparbuch verlierst du ja sicher Geld durch die Inflation.
Bei mir hat's auch erst mit 35 richtig angefangen und ich bereue nur eins: dass ich nicht früher angefangen hab. Die Zulagen beim Altersvorsorgedepot sind echt nicht schlecht, gerade wenn du gut verdienst wegen dem Sonderausgabenabzug.
Ein Tipp: Fang einfach mal klein an, vielleicht 200-300€ im Monat, und schau wie du dich fühlst. Kannst ja später aufstocken wenn du merkst dass es passt.