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Warum empfiehlt mein Bankberater teure aktive Fonds statt ETFs?

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H.Bergmann
Beiträge: 31
Themenstarter
(@h-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#16]

Hallo zusammen,

ich war letzte Woche bei meiner Sparkasse wegen der neuen betrieblichen Altersvorsorge. Hab mich schon etwas über das Altersvorsorgedepot 2027 informiert und dachte, ich frage mal nach günstigen ETFs. Immerhin sind ja die Effektivkosten auf 1% begrenzt.

Mein Berater hat mir aber hauptsächlich aktive Fonds empfohlen - Deka-Fonds mit 1,5-2% laufenden Kosten plus Ausgabeaufschlag. Auf meine Frage nach ETFs meinte er nur, die seien "zu riskant" und "nicht professionell verwaltet". Das kann doch nicht stimmen, oder?

Wenn ich das richtig verstehe, kann ich doch selbst entscheiden, was in mein Standarddepot kommt? Warum will er mir unbedingt die teuren Fonds verkaufen? Bei meinem jetzigen Depot laufen MSCI World ETFs super, nur ohne staatliche Förderung.

Kann mir jemand erklären, was da läuft? Soll ich zu einem anderen Anbieter? Würde gerne noch vor meinem Sommerurlaub eine Entscheidung treffen.

Danke!


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3 Antworten
Sabine91
Beiträge: 23
(@sabine91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kann Depot-Pro28 nur zustimmen! Hatte das gleiche Problem bei meiner Volksbank. Die wollten mir auch ihre Hausfonds andrehen.

Hab dann gewechselt und spare jetzt locker 1% pro Jahr. Bei 30 Jahren Ansparzeit macht das richtig viel aus. Hier hatte ich schonmal geschrieben, wie wichtig niedrige Kosten sind.

Lass dich nicht beirren - ETFs sind Standard bei vernünftiger Altersvorsorge!


Antwort
W.Hartmann
Beiträge: 34
(@w-hartmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Sehe das etwas differenzierter. Ja, die Kosten sind hoch, aber aktive Fonds haben auch Vorteile - zum Beispiel professionelles Risikomanagement.

Bei ETFs trägst du das volle Marktrisiko, bei aktiven Fonds kann der Manager in schwierigen Phasen gegensteuern. Gerade bei der Altersvorsorge würde ich nicht nur auf die Kosten schauen.

Trotzdem sollte dein Berater ehrlicher sein und auch ETF-Optionen zeigen. Vielleicht ein Mix aus beidem?


Antwort
Depot-Pro28
Beiträge: 37
(@depot-pro28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Das ist leider ein klassisches Problem - dein Berater verdient an den teuren Deka-Fonds ordentlich mit (Provisionen), an ETFs praktisch nichts.

Du hast völlig recht: Im Standarddepot kannst du selbst entscheiden. ETFs sind definitiv nicht riskanter als aktive Fonds - eher im Gegenteil, weil sie transparent sind und keine Managerrisiken haben.

Mein Tipp: Schau dir mal Direktbroker oder Online-Anbieter für das Altersvorsorgedepot an. Da kriegst du ETFs ohne Ausgabeaufschlag und deutlich niedrigere TER. Sparkasse ist für sowas meist zu teuer.


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