Hallo zusammen!
Ich beschäftige mich gerade mit dem neuen Altersvorsorgedepot für 2027 und bin etwas verwirrt wegen der Sicherheit. Hab ein 3 Monate altes Baby und will natürlich, dass das Geld auch wirklich da ist wenn ich mal in Rente gehe.
Bei den ganzen Anbietern blicke ich nicht mehr durch - die einen sind Neobroker die ETFs anbieten, andere sind klassische Versicherungen wie Allianz oder AXA. Jetzt frage ich mich: Was passiert eigentlich wenn der Anbieter pleite geht?
Bei Versicherungen gibt es ja den Protektor Lebensversicherung, der im Notfall einspringt. Aber wie ist das bei den Neobrokern? Sind meine ETFs da genauso geschützt? Oder ist das Versicherungskapital am Ende doch sicherer?
Ich plane gerade eh alles für den Sommer neu zu organisieren (Elternzeit sei Dank!), da würde ich das auch gleich mit entscheiden. Will halt nicht in 30 Jahren dumm dastehen...
Kann mir jemand erklären wie das mit der Sicherheit läuft? Bin bei sowas immer etwas vorsichtig, besonders jetzt wo's um die Zukunft meiner Kleinen geht.
Danke schon mal!
Hey, kann ich gut verstehen die Sorge! Hab mich auch intensiv mit dem Thema beschäftigt und verglichen.
Grundsätzlich sind beide Varianten ziemlich sicher, nur der Schutz funktioniert unterschiedlich:
Bei ETFs über Neobroker gilt das Sondervermögen-Prinzip. Die ETFs gehören dir und sind vom Broker-Vermögen getrennt. Selbst wenn der Broker pleite geht, bleiben deine ETF-Anteile bestehen - die werden dann zu einem anderen Depot übertragen. Das ist gesetzlich so geregelt.
Bei Versicherungen hast du recht mit dem Protektor. Der springt bei Insolvenz ein und sichert die Verträge ab, allerdings manchmal mit Abschlägen bei den Überschüssen.
Aus technischer Sicht würde ich sagen: Das Sondervermögen-Prinzip ist sogar etwas robuster, weil du direkter Eigentümer der ETF-Anteile bist. Bei Versicherungen bist du "nur" Gläubiger.
Was ich persönlich auch noch relevant finde: Bei den ETF-Varianten sind die Kosten meist niedriger (näher an der 1% Grenze) und transparenter. Für die Altersvorsorge über 30+ Jahre macht das schon einen spürbaren Unterschied.
Würde eher nach Kosten und Flexibilität entscheiden als nach dem Insolvenzschutz - der ist bei beiden OK.