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Selbständige beim Altersvorsorgedepot 2027 – welche Produktregeln gelten wirklich?

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Markus K.
Beiträge: 24
Themenstarter
(@markusb-krieger)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#72]

Hallo zusammen,

ich arbeite seit einigen Jahren als Freelancer und beschäftige mich gerade intensiv damit, ob das neue Altersvorsorgedepot 2027 für mich als Selbständigen wirklich attraktiv ist – oder ob da unter dem Strich mehr Haken dran sind als auf den ersten Blick sichtbar.

Mein konkretes Problem: Ich finde kaum verlässliche Informationen darüber, ob für Selbständige bei den zugelassenen Produktkategorien eigentlich andere Regeln gelten als für Angestellte. Das AltZertG lässt da aus meiner Sicht einige Interpretationsspielräume offen. Konkret frage ich mich:

1. Gibt es beim Depot bestimmte Produktarten, die für Selbständige explizit ausgeschlossen oder eingeschränkt sind?
2. Wie wirkt sich fehlende Pflichtversicherung auf die Förderberechtigung aus – das betrifft ja indirekt auch die Frage, welche Produkte überhaupt sinnvoll förderbar sind?
3. Und was ist mit Garantieprodukten? Ich bin da ohnehin skeptisch, weil die Effektivkosten bei solchen Konstrukten erfahrungsgemäß ordentlich an der Rendite knabbern. Aber gibt es da für Selbständige überhaupt spezifische Vorgaben?

Ich will nicht einfach irgendwas abschließen und drei Jahre später feststellen, dass ich die Förderlogik falsch verstanden habe. Hat jemand da schon tiefer gegraben, idealerweise mit Blick aufs AltZertG?


2 Antworten
LauraK
Beiträge: 44
(@laurak)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich bin zwar angestellt und kein Selbständiger, also kann ich da nicht aus eigener Erfahrung berichten. Aber ich hab mich im Thread "Welche Fehler habe ich beim Depot-Start wirklich selbst in der Hand?" schon damit beschäftigt, was man am Anfang falsch machen kann – und da kam auch die Förderberechtigung als Thema auf.

Ein Punkt der mir damals hängen geblieben ist: Wenn man als Selbständiger nicht automatisch förderberechtigt ist, sollte man das wirklich VOR dem Depoteröffnen klären und nicht danach. Klingt banal aber ich glaub das passiert öfter als man denkt.


Antwort
Bernd K.
Beiträge: 9
(@rentendepot42)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich sehe das etwas differenzierter als Marcus W. – der Punkt mit den Produktkategorien ist zwar grundsätzlich richtig, aber ich würde das nicht so pauschal stehenlassen.

Das AltZertG regelt zwar primär die Produktzertifizierung unabhängig vom Anlegertyp. Aber die wirtschaftliche Fördereffizienz eines Produkts hängt für Selbständige eben stark davon ab, wie die Beitragsgrundlage berechnet wird. Bei einem Angestellten gibt es klare Bezugsgrößen über das Bruttogehalt. Bei Selbständigen mit schwankendem Einkommen wird die beitragsproportionale Förderung deutlich komplexer – und das beeinflusst wiederum, welche Produktstruktur für einen selbst Sinn ergibt.

Zu den Garantieprodukten: Ich teile deine Skepsis vollständig. Bei meinen eigenen Berechnungen zeigt sich immer wieder, dass die Effektivkosten bei Garantieprodukten die Fördervorteile erheblich aufzehren können – besonders über lange Laufzeiten. Für Selbständige mit unregelmäßigen Beiträgen dürfte das noch mal kritischer sein, weil die Garantiekomponente oft auf einer fixen Einzahlungsannahme basiert.

Meine Empfehlung: Rechne das konkret durch, bevor du dich entscheidest. Die nominale Förderung sieht immer besser aus als die reale Nettorendite nach Kosten und Besteuerung.


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