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Auszahlungsphase: monatliche Rente oder lieber alles auf einmal?

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SabineM42
Beiträge: 14
Themenstarter
(@sabinem42)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#24]

Hallo zusammen,

ich grübele gerade über eine Frage, die mir eigentlich noch weit entfernt vorkommt – aber wenn man das Altersvorsorgedepot 2027 jetzt von Anfang an richtig aufsetzen will, sollte man ja auch das Ende im Blick haben, oder?

Mich beschäftigt konkret: Wie entscheide ich mich zwischen einer lebenslangen Rentenzahlung und einer einmaligen Kapitalauszahlung am Ende der Ansparphase? Ich habe gelesen, dass beides beim neuen Altersvorsorgedepot möglich sein soll – aber ich verstehe die steuerlichen Unterschiede noch nicht wirklich.

Bei der Rente zahle ich dann im Alter auf die Auszahlungen Einkommensteuer, richtig? Aber beim Einmalkapital – wird das dann komplett nachgelagert besteuert oder gibt es da einen Freibetrag? Und wie ist das, wenn ich im Rentenalter ohnehin einen niedrigeren Steuersatz habe – macht dann die Rente mehr Sinn als das Kapital auf einmal?

Außerdem: Gibt es Situationen, wo man die Entscheidung später noch korrigieren kann, oder ist man bei Vertragsabschluss 2027 schon festgelegt?

Ich frage jetzt im Sommer, weil ich über den Urlaub Zeit habe, mich in Ruhe damit auseinanderzusetzen, bevor das Depot dann wirklich startet. Würde mich freuen, wenn jemand das anschaulich erklären kann – bin kein Finanzprofi, also gerne in verständlicher Sprache!

Danke, Sabine


7 Antworten
Markus77
Beiträge: 3
(@markus77)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Ich seh das etwas anders als die Vorredner hier. Ich finde, die Frage 'Rente oder Kapital' ist für die meisten Menschen noch viel zu abstrakt um sie jetzt schon beantworten zu können – vor allem wenn das Depot gerade erst startet und man noch 20-30 Jahre Ansparzeit vor sich hat.

Was ich beim Beratungsthema immer wieder mitgenommen habe (hab mich ja selbst viel damit befasst, schau mal in den Thread zur Beratungsfrage): Die wirklich wichtige Entscheidung fällt erst kurz vor Rentenbeginn, und viele Anbieter werden da Optionen lassen. Sich jetzt schon mental auf eine Variante festzulegen halte ich für unnötig.

Fokussier dich lieber darauf, dass du gut und günstig ansparst. Die Auszahlungsoptimierung ist dann wirklich Arbeit für später.


Antwort
Sabine91
Beiträge: 23
(@sabine91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Sabine,

ichh hab mich mit der Kostenseite viel beschäftigt (dazu hab ich hier auch mal was geschrieben), und dabei ist mir auch aufgefallen: Bei der Verrentung kommen oft nochmal zusätzliche Kosten auf dich zu – nämlich wenn das angesparte Kapital in eine Rentenversicherung umgewandelt wird. Das kann je nach Anbieter teuer sein.

Das ist ein Argument für die Kapital-Option oder zumindest dafür, die Rentenphase sehr genau unter die Lupe zu nehmen und nicht nur die Ansparphase zu vergleichen. Der Kostendeckel gilt ja meines Wissens hauptsächlich für die Ansparphase – was danach kommt ist ein bisschen grauer Bereich noch.

Von der Steuer her stimmt das was S.Weber schreibt: nachgelagert, und im Rentenalter oft günstiger. Aber das stimmt natürlich nur wenn man im Alter tatsächlich weniger Einkommen hat als im Beruf – bei manchen ist das nicht so.


Antwort
Thomas-Weber
Beiträge: 12
(@thomas-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich bin selbständig und deswegen interessiert mich die Auszahlungsfrage auch sehr – hab mich damals schon gefragt ob für uns andere Regeln gelten, und ein Punkt war da auch die Auszahlungsflexibilität.

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand ist beim Altersvorsorgedepot 2027 eine lebenslange Rente als Standardform vorgesehen, Einmalauszahlung ist begrenzt möglich – ich glaube von bis zu 30% des angesparten Kapitals zu Rentenbeginn als Einmalbetrag, der Rest muss verrentet werden. Das war zumindest die Diskussionslage im Gesetzgebungsverfahren. Aber ich bitte darum, das nochmal gegenzuchecken, das kann sich bis zum Start noch geändert haben.

Steuerlich gilt: Alles nachgelagert. Bei Selbständigen ohne gesetzliche Rente kann das im Alter deutlich günstiger sein als heute. Bei Angestellten hängt es wirklich vom persönlichen Steuersatz ab – da stimme ich S.Weber zu.

Festlegen zu Vertragsbeginn musst du dich glaube ich nicht komplett, aber genaue Fristen kenne ich auch nicht. Lohnt sich, beim Anbieter direkt nachzufragen sobald der Markt ab 2027 anlauft.


Antwort
S.Weber
Beiträge: 9
(@s-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Sabine,

gute Frage – ich hab mich das beim Thema ETF-Auswahl damals auch gefragt, ob man die Entscheidungen am Anfang schon mit dem Ende im Kopf treffen sollte. Ich denke: ja, unbedingt.

Zur Steuer: Beim Altersvorsorgedepot gilt grundsätzlich nachgelagerte Besteuerung, also du zahlst Steuern erst bei Auszahlung, egal ob Rente oder Kapital. Der Steuersatz richtet sich dann nach deinem persönlichen Steuersatz im Rentenalter – der ist in vielen Fällen tatsächlich niedriger als im Erwerbsleben, was ein Vorteil ist.

Der Unterschied liegt eher im Risiko: Monatliche Rente bedeutet Planungssicherheit, egal wie alt du wirst. Einmalkapital gibt dir Flexibilität, aber du trägst selbst das Risiko, das Geld zu lange oder zu kurz zu strecken. Das ist wirklich eine sehr persönliche Entscheidung.

Ob und wann man die Wahl beim Vertragsabschluss festlegen muss – das kenne ich ehrlich gesagt nicht genau. Hoffe jemand anderes kann da mehr dazu sagen.


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