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Jahresbonus ins Depot stecken oder lieber gleichmäßig über das Jahr verteilen?

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LaraFischer
Beiträge: 1
Themenstarter
(@larafischer)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen
[#26]

Hallo zusammen,

ich grüble gerade über eine Frage, die mich schon eine Weile beschäftigt, und der Sommer bringt das Thema irgendwie nochmal hoch – ich bekomme jedes Jahr im Juni meinen Jahresbonus ausgezahlt und frage mich, ob ich den ab 2027 komplett auf einmal ins Altersvorsorgedepot einzahlen soll, oder ob es sinnvoller wäre, den Betrag auf monatliche Sparraten zu verteilen.

Ich hab jetzt schon ein bisschen gelesen, aber bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, wie das beim Altersvorsorgedepot genau mit der staatlichen Förderung funktioniert. Gilt die Förderung dann auf den Gesamtbetrag im Jahr, egal wann ich einzahle? Oder hängt es irgendwie davon ab, wie ich einzahle?

Dann ist da natürlich noch die reine Renditefrage. Bei ETFs hab ich irgendwo gelesen, dass regelmäßiges Besparen den Durchschnittskosteneffekt nutzt und man so Kursschwankungen abfedert. Andererseits: wenn Kurse im Sommer günstig sind (ist das eigentlich oft so?), wäre eine Einmalzahlung vielleicht sogar besser?

Oder ist das alles egal auf so langen Zeiträumen wie 20-30 Jahre?

Ich bin kein Finanzprofi und möchte einfach verstehen, was für jemanden wie mich praktisch sinnvoll wäre. Freue mich über Erfahrungen oder Einschätzungen von euch!

LG, Lara


2 Antworten
Kritiker_77
Beiträge: 24
(@kritiker_77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich seh das ehrlich gesagt ein bisschen skeptischer als Markus. Der Durchschnittskosteneffekt ist zwar mathematisch oft schlechter als Sofortinvestition, aber das gilt nur wenn man weiß das der Markt langfristig steigt UND man die Nerven hat, den Kursrückgängen zuzuschauen ohne zu verkaufen. Wer beim ersten Absturz kalte Füße kriegt und alles raushaut, hat von der theoretisch besseren Rendite der Einmalzahlung gar nichts.

Und noch was: Ich verfolge die ganze Diskussion ums Altersvorsorgedepot eh mit einer gewissen Skepsis was Verlässlichkeit und politische Stabilität angeht – hab das im Thread zu möglichen Politikwechseln schon ausgeführt. Bevor man also den großen Jahresbonus auf einmal reinpackt, sollte man zumindest sicher sein, dass man das Geld die nächsten Jahrzehnte wirklich nicht anderweitig braucht. Die Kapitalbindung ist real.


Antwort
Markus82
Beiträge: 2
(@markus82)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

Kurze Antwort vorweg: Die Förderung hängt beim Altersvorsorgedepot am Jahresbetrag, nicht daran, wann oder wie oft du einzahlst. Du kannst also im Juni alles auf einmal einwerfen oder auf 12 Monate verteilen – die Zulage berechnet sich am Ende des Jahres auf Basis deiner Gesamteinzahlung. Das ist erstmal eine gute Nachricht für alle, die unregelmäßige Einkünfte oder eben einen Jahresbonus haben.

Zur Renditefrage: Der Durchschnittskosteneffekt klingt überzeugender als er ist. Statistisch betrachtet ist eine sofortige Vollinvestition bei steigenden Märkten häufig besser als das Stückeln über Monate. Aber das setzt voraus, dass du den richtigen Zeitpunkt erwischst – und das kann niemand zuverlässig. Ob Sommerkurse generell günstiger sind, lässt sich so pauschal nicht sagen, das ist eher Mythos.

Praktisch würde ich sagen: Wenn du den Bonus eh nicht anderweitig brauchst, spricht nichts dagegen, ihn direkt im Juni einzuzahlen. Ich hab mich mit ähnlichen Fragen rund um Anbieterwechsel schon intensiver beschäftigt, da taucht das Thema Einzahlungsrhythmus immer wieder auf – siehe auch Anbieterwechsel schon vor 2027 möglich – erste Eindrücke gesucht, falls dich der Anbieterwahl-Prozess auch interessiert.


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