Hallo zusammen,
ich verfolge seit Monaten die Entwicklungen zum geplanten Altersvorsorgedepot 2027. Bin 47 und wollte eigentlich ab nächstem Jahr richtig durchstarten mit der geförderten Vorsorge, da meine Riester-Rente ziemlich enttäuschend läuft.
Jetzt lese ich aber überall von möglichen Regierungswechseln nach den Wahlen im Herbst. Die Opposition hat ja schon mehrfach angekündigt, dass sie andere Prioritäten bei der Rentenpolitik setzen will. Manche reden von "Rückabwicklung" oder zumindest deutlichen Änderungen bei den Förderrichtlinien.
Meine Sorge: Investiere ich jetzt Zeit und Energie in die Vorbereitung, nur um dann festzustellen, dass das ganze Projekt politisch gekippt wird? Oder die Förderung so zusammengestrichen wird, dass es sich nicht mehr lohnt?
Wie seht ihr das? Hat jemand verlässliche Infos, wie wahrscheinlich grundlegende Änderungen wirklich sind? Ich möchte eigentlich noch vor dem Urlaub im August meine Strategie festlegen, aber bei dieser Unsicherheit...
Bin gespannt auf eure Einschätzungen!
Grüße
RentenPro47
Kann deine Sorge verstehen! Hab mir auch schon Gedanken gemacht. Aber ehrlich gesagt: Selbst wenn die Förderung geändert wird, glaub ich nicht dass sie komplett abgeschafft wird. Das wäre politischer Selbstmord.
Wahrscheinlicher sind Anpassungen bei den Höchstgrenzen oder steuerlichen Details. Die Grundidee - geförderte ETF-Sparpläne für die Altersvorsorge - ist eigentlich parteiübergreifend vernünftig.
Ich bereite mich trotzdem vor und schaue was passiert. Schlimmstenfalls mache ich halt ungefördert weiter.
Moin! Also ich sehe das deutlich entspannter als du. Klar, Wahlkampf bedeutet immer große Töne spucken, aber in der Realität sind die Spielräume viel kleiner.
Das Altersvorsorgedepot ist ja nicht nur ein politisches Projekt einer Partei, sondern eine Antwort auf das demografische Problem. Das haben ALLE Parteien, auch wenn sie es unterschiedlich lösen wollen.
Außerdem: Die Vorbereitungszeit kannst du sowieso sinnvoll nutzen. Depot eröffnen, ETF-Strategie überlegen, Vergleich der Anbieter - das brauchst du so oder so. Hatte ja schon mal bei den Fairr-Problemen gesehen wie wichtig Vorbereitung ist.
Mein Rat: Nicht verrückt machen lassen und planmäßig weitermachen!
Sorry, aber ihr seid viel zu optimistisch! Schaut euch doch mal an was mit anderen "innovativen" Rentenprodukten passiert ist. Riester wurde auch als Durchbruch verkauft und ist jetzt praktisch tot.
Die Opposition hat bereits konkrete Vorschläge für eine "Bürgerrente" nach österreichischem Vorbild gemacht. Das würde das komplette System umkrempeln. Warum sollten die dann noch Millionen in ein ETF-System stecken?
Außerdem: Die Finanzierung des Altersvorsorgedepots ist sowieso noch völlig ungeklärt. Bei der aktuellen Haushaltslage wird das erste was gestrichen wird die "nice-to-have" Förderung sein.
Meine Prognose: Das Ding kommt entweder gar nicht oder in so verwässerter Form dass es sich nicht lohnt. Würde erstmal abwarten und das Geld lieber selbst anlegen.