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Wie viel pro Jahr ins Altersvorsorgedepot – gibt es eine Faustregel?

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Thomas-Weber
Beiträge: 12
Themenstarter
(@thomas-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#20]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit ein paar Wochen intensiver mit dem neuen Altersvorsorgedepot, das ja ab 2027 starten soll. Jetzt sitze ich hier im Sommer, habe etwas mehr Zeit zum Nachdenken (Urlaub gebucht, Haushaltskosten für die Klimaanlage schon eingeplant) und frage mich ernsthaft: Wie viel sollte man eigentlich jährlich einzahlen?

Ich habe irgendwo gelesen, dass der Förderhöchstbetrag bei 3.000 Euro pro Jahr liegen soll. Aber bedeutet das automatisch, dass ich genau diesen Betrag einzahlen sollte, um die maximale Förderung mitzunehmen? Oder lohnt es sich, mehr einzuzahlen, auch wenn es dann keine zusätzliche staatliche Unterstützung mehr gibt?

Ich frage mich auch, ob es eine Art Faustregel gibt – so wie '10% des Bruttoeinkommens' oder ähnliches. Bei der gesetzlichen Rente weiß ich ungefähr wo ich stehe, aber wie viel die private Vorsorge zusätzlich abdecken soll, ist mir noch nicht wirklich klar.

Und dann noch: Macht es Sinn, die Sparrate jedes Jahr anzupassen, zum Beispiel wenn man eine Gehaltserhöhung bekommt? Oder lieber einen festen Betrag wählen und den nicht anfassen?

Bin für jeden Erfahrungsbericht oder auch einfach Meinungen dankbar. Vielleicht habt ihr das für euch schon durchgerechnet?

Viele Grüße
Thomas


6 Antworten
Stefan_78
Beiträge: 28
(@stefan_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

ich versteh die frage gut, ich hab mir das vor einiger zeit auch zerlegt. also beim neuen depot gilt ja: die zulage ist fix, und du musst einen eigenbeitrag leisten damit du die volle zulage bekommst. das sollte minimum sein, da bin ich bei den anderen.

aber ich glaub die eigentliche frage ist: was ist das ZIEL? wenn du weißt wie viel du im alter monatlich zusätzlich haben willst, kannst du das mit nem einfachen rechner rückwärts ausrechnen. da gibts genug kostenlose tools online.

die sparrate jährlich anpassen: ja klar. ich hab bei mir z.b. ne regel dass ich im januar immer kurz drüberschaue und ggf. anpasse. dauert 10 minuten und ist sinnvoller als gar nix zu tun. sommer ist übrigens auch ganz gut dafür – man hat urlaub, mehr ruhe, kann mal in einem durchgang die finanzen sortieren statt das immer aufzuschieben 😉


Antwort
Gnter67
Beiträge: 32
(@gnter67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

also ich mach das immer so: erstmal schauen was übrig bleibt nach allen fixen kosten, und dann davon nen festen prozentsatz zurücklegen. bei mir sinds im moment so 150-200€ im monat die ich für sowas reserviere.

ob das jetzt 'optimal' ist weiß ich auch nicht genau. ich bin da ehrlich gesagt auch noch am rausfinden. hab mich auch schon von Beratern verunsichern lassen (darüber hab ich hier schon mal geschrieben), deswegen mach ich das jetzt lieber selbst durch.

den förderhöchstbetrag voll einzahlen klingt vernünftig. mehr als den geförderten bereich einzahlen – da bin ich skeptisch, würde ich persönlich nicht machen solange man auch andere optionen hat.


Antwort
Werner-Hoffmann
Beiträge: 1
(@werner-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Guten Tag Thomas,

ich habe mich mit dem Thema Kosten und Förderrahmen beim neuen Depot schon etwas auseinandergesetzt, zuletzt auch im Zusammenhang mit dem Kostendeckel 2027.

Zur Fördermechanik: Es ist aus meiner Sicht grundsätzlich sinnvoll, zumindest den Betrag einzuzahlen, der die volle staatliche Zulage auslöst. Was genau dieser Eigenbeitrag sein muss, hängt von der Zulagenstruktur ab – das sollte man vorher genau nachrechnen, weil es je nach Familiensituation unterschiedlich ist.

Einzahlungen über den geförderten Rahmen hinaus sind steuerlich dann nicht mehr begünstigt, können aber trotzdem Sinn machen – allerdings würde ich das dann wirklich mit einem normalen Depot vergleichen, bevor ich mich entscheide. Die Flexibilität ist beim Altersvorsorgedepot eingeschränkt, das sollte man nicht unterschätzen.

Eine pauschale Faustregel wie '10% des Brutto' halte ich für wenig hilfreich, weil individuelle Faktoren wie Rentenlücke, bestehende Verpflichtungen und Anlagehorizont enorm variieren. Ich würde empfehlen, erst einmal die eigene voraussichtliche Rentenlücke zu berechnen und dann rückwärts zu rechnen, wie viel Kapital man bis zur Rente benötigt und was das als monatliche Sparrate bedeutet.


Antwort
WolfgangK
Beiträge: 10
(@wolfgangk)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Da muss ich Werner-Hoffmann etwas widersprechen bzw. ergänzen: Die Rentenlücke zu berechnen ist natürlich der sauberste Ansatz, aber für viele Leute ist das schlicht zu abstrakt für den Anfang. Gerade wer noch am Anfang steht (hab dazu früher mal was zum Thema mit wenig Gehalt anfangen geschrieben), dem hilft eine einfache Orientierung erstmal mehr als ein komplexes Rechenmodell.

Mein pragmatischer Ansatz: Den Förderhöchstbetrag ausschöpfen, Punkt. Alles andere ist nice to have. Wer mehr hat, kann mehr anlegen, aber das muss dann eben wirklich sein normales Depot sein und nicht das gebundene Altersvorsorgedepot.

Zur Anpassung bei Gehaltserhöhung: Ja, unbedingt. Ich hab mir damals vorgenommen, jede Erhöhung zu 50% für die Altersvorsorge zu verwenden und 50% für die Lebensqualität jetzt. Das klingt simpel, aber es funktioniert tatsächlich, weil man den Betrag ja noch gar nicht gewohnt war zu haben.


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