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Riester-Vertrag auflösen für Altersvorsorgedepot - macht das Sinn?

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Gnter67
Beiträge: 32
Themenstarter
(@gnter67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#5]

Hallo zusammen,

bin 57 und hab seit 2005 einen Riester-Vertrag bei der Allianz laufen. Aktuell sind da etwa 23.000€ drin, zahle monatlich 150€ ein. Die Rendite ist aber echt mau - in den letzten Jahren kam praktisch nix bei rum, nur die Grundrente steigt.

Jetzt hab ich vom neuen Altersvorsorgedepot gehört und überlege, ob ich meinen Riester kündigen soll um das Geld dort reinzustecken. Bei der Kündigung müsste ich aber die ganzen Zulagen zurückzahlen (waren glaub ich so um die 3.500€ über die Jahre) plus Steuern nachzahlen.

Meine Überlegung: Die 10 Jahre bis zur Rente könnte ich mit ETFs doch viel besser fahren als mit dem lahmen Riester-Ding. Aber ist das realistisch? Lohnt sich das trotz der Rückzahlung?

Hab grade Urlaub und Zeit mich damit zu beschäftigen - meine Frau meint ich soll mal endlich Ordnung in die Finanzen bringen 😉

Was sind eure Erfahrungen? Hat schon mal jemand sowas gemacht?

Grüße
Günter


4 Antworten
KlausH
Beiträge: 29
(@klaush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Günter, ich seh das kritisch. Mit 57 würde ich nicht mehr so große Sprünge machen. Die Rückzahlung von 3.500€ Zulagen plus Steuern - das sind schnell mal 5.000€ oder mehr weg. Das musst du erst mal wieder reinholen.

Und was passiert wenn 2029 die Börsen crashen? Dann stehst du mit 65 da und hast weniger als vorher. Bei Riester hast du wenigstens die Garantie.

Mein Tipp: Lass den Riester laufen und leg zusätzliches Geld in ETFs an. Aber komplett umschichten ist mir zu riskant in dem Alter. Hab selber verschiedene Säulen kombiniert - das ist sicherer.


Antwort
TechMike_92
Beiträge: 23
(@techmike_92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Moin!

Puh, schwierige Nummer. Ich würd erstmal genau nachrechnen lassen was die Kündigung kostet. Oft sind das mehr Gebühren als man denkt.

Alternativ: Riester einfach beitragsfrei stellen und neues Geld ins Altersvorsorgedepot? Dann verlierst du zumindest nicht die bisherigen Zulagen und kannst trotzdem von ETFs profitieren. Klar, 150€ weniger pro Monat für die neue Anlage, aber dafür kein Verlust.

Bin selber bei Trade Republic mit dem Depot und hab da schon mal drüber geschrieben. Läuft ganz gut bisher.


Antwort
Nina95
Beiträge: 29
(@nina95)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hey Günter,

kann Klaus verstehen, aber ich würd's trotzdem machen! 10 Jahre sind noch genug Zeit und die Riester-Rendite ist echt zum Heulen. Hab selber mal durchgerechnet - selbst wenn du 2-3 Jahre vor Schluss nen kleinen Crash hast, bist du mit nem simplen MSCI World ETF meist besser dran.

Die Rückzahlung tut weh, aber denkst du echt dein Riester holt das in den nächsten Jahren raus? Never!

Achte nur darauf dass du nicht alles auf einmal investierst sondern über Monate verteilst (Cost-Average-Effekt). Und vielleicht nicht 100% Aktien sondern bissl was in Anleihen-ETFs zur Sicherheit.


Antwort
Depot-Pro28
Beiträge: 39
(@depot-pro28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hi Günter,

aus rein rechnerischer Sicht kann das durchaus Sinn machen, aber du musst ehrlich sein: 10 Jahre sind nicht mehr so viel Zeit für Aktienrisiko. Die Frage ist, ob du emotional auch einen möglichen Crash 2-3 Jahre vor der Rente verkraftest.

Bei deinem Riester hast du Garantien - bescheidene Rendite, aber sicher. Beim Altersvorsorgedepot hast du die Chance auf deutlich mehr, aber eben auch das Risiko von Verlusten.

Rein mathematisch: Wenn du mit ETFs auch nur 4-5% p.a. schaffst, wärst du trotz der Rückzahlungen besser dran. Aber eben nur wenn die Märkte mitspielen. Ich hab vor zwei Jahren einen ähnlichen Schritt gemacht und meinen Berater gewechselt - bisher läufts gut, aber man muss schon Nerven haben.


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