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bAV ohne AG-Zuschuss: Trotz Steuerersparnis schlechtes Geschäft?

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RentenPro47
Beiträge: 26
Themenstarter
(@rentenpro47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#2]

Hallo zusammen,

bin gerade dabei meine Altersvorsorge zu überdenken, bevor das neue Altersvorsorgedepot 2027 kommt. Mein Chef bietet mir Entgeltumwandlung an, zahlt aber keinen Cent dazu. Ich spare zwar Steuern und Sozialabgaben während der Einzahlung, aber im Alter muss ich ja volle Kranken- und Pflegeversicherung auf die Betriebsrente zahlen.

Bin 47 Jahre alt und verdiene ca. 4.200 Euro brutto. Überlege, ob ich lieber 200 Euro monatlich in die bAV stecke oder doch besser das neue Altersvorsorgedepot nutze, sobald es verfügbar ist. Bei der Entgeltumwandlung spare ich jetzt etwa 42% an Steuern und SV-Beiträgen, aber später zahle ich ja wieder drauf.

Hat jemand mal durchgerechnet, ob sich das überhaupt lohnt? Oder sollte ich lieber warten und dann voll auf das geförderte Depot setzen? Die Zeit bis zur Rente wird langsam knapper und ich will keine Fehler machen.

Freue mich über eure Erfahrungen!

Viele Grüße
RentenPro47


3 Antworten
Stefan-Kraus
Beiträge: 16
(@stefan-kraus)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Marco hat nen Punkt, aber die Rechnung stimmt trotzdem nicht. Bei 4.200 Euro brutto bist du schon über der Beitragsbemessungsgrenze für die Arbeitslosenversicherung, sparst also keine vollen 42%.

Das Hauptproblem: Kosten bei bAV sind meist höher als bei ETFs. Ohne AG-Zuschuss ist das ein schwieriges Geschäft.

Meine Empfehlung: Mix machen. 100 Euro bAV für die Steuerersparnis, 100 Euro erstmal frei anlegen und ab 2027 ins neue Depot. So hedgest du deine Bets und bleibst flexibel.


Antwort
Marco_87
Beiträge: 29
(@marco_87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Sehe ich komplett anders als Markus91! Die Steuerersparnis jetzt ist real und sicher, die Belastung im Alter nur geschätzt. Bei deinem Gehalt sparst du ordentlich - das solltest du mitnehmen.

Außerdem: Wer weiß, ob das Altersvorsorgedepot wirklich so toll wird wie versprochen? Riester war auch mal der große Wurf... Die bAV läuft wenigstens schon und du kennst die Spielregeln.

200 Euro Entgeltumwandlung kosten dich nur etwa 115 Euro netto - das ist schon ein starker Hebel. Und in der Rente hast du dann vielleicht einen niedrigeren Steuersatz.


Antwort
Markus91
Beiträge: 6
(@markus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi RentenPro47,

kann deine Überlegungen gut verstehen. Ohne Arbeitgeberzuschuss ist bAV wirklich kritisch zu sehen. Die Sozialabgabenpflicht im Alter ist der Killer - du zahlst dann 18,6% + Zusatzbeitrag KK auf die volle Betriebsrente.

Habe hier mal durchgerechnet, wie sich verschiedene Anlageformen entwickeln. Bei deinem Alter und nur noch 20 Jahren bis zur Rente ist die bAV ohne AG-Zuschuss meist ein Minusgeschäft.

Mein Tipp: Warte auf das Altersvorsorgedepot 2027. Da hast du die Förderung ohne die Sozialabgaben-Falle. Die 200 Euro kannst du ja erstmal in einen normalen ETF-Sparplan stecken und dann 2027 umschichten.


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