Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem neuen Altersvorsorgedepot und bin beim Vergleichen verschiedener Anbieter echt überrascht, wie unterschiedlich die Kostenstrukturen sind. Während manche mit "0% Verwaltungsgebühr" werben, entdecke ich dann bei genauerem Hinsehen doch wieder Kosten an anderen Stellen.
Bei einem Anbieter sind es Transaktionskosten für ETF-Käufe, bei einem anderen wird eine jährliche Depotführungsgebühr ab dem 3. Jahr fällig. Ein dritter verlangt Gebühren für die Auszahlungsphase ab 67. Teilweise steht das nur im Kleingedruckten oder in separaten Preisverzeichnissen.
Da ich plane, die nächsten 30+ Jahre einzuzahlen, können sich auch kleine Unterschiede ordentlich summieren. Besonders bei der aktuellen Zinssituation zählt jeder Euro.
Könnt ihr mir helfen: Auf welche versteckten Kostenfallen sollte ich beim Vergleich besonders achten? Welche Gebührenarten werden gerne verschleiert oder erst später relevant? Habt ihr konkrete Erfahrungen mit Anbietern gemacht, wo nachträglich Kosten aufgetaucht sind?
Danke schon mal!
Kann A.Bergmann nur zustimmen! Ich hab mich letztes Jahr durch alle Anbieter gewühlt und war auch überrascht. Was oft übersehen wird: Kosten für Fondswechsel oder Umschichtungen. Wenn du mal deine Strategie ändern willst, kann das richtig teuer werden.
Außerdem solltest du checken, ob es Kosten für Sonderzahlungen gibt. Gerade wenn man mal eine Bonuszahlung oder Erbschaft investieren will, können da versteckte Gebühren lauern. In dem Thread zu den Fördermodellen hatten wir das auch schon mal diskutiert.
Und ein Detail, was ich fast übersehen hätte: Manche verlangen Gebühren für die Bescheinigungen fürs Finanzamt!
Das ist wirklich ein wichtiges Thema, was viele unterschätzen. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Schau dir unbedingt die TER der angebotenen ETFs an! Manche Anbieter haben zwar niedrige Depotgebühren, bieten aber nur teurere ETFs mit höheren laufenden Kosten an.
Besonders gemein sind auch Mindestgebühren pro Transaktion - wenn du monatlich sparst, summiert sich das ordentlich. Und ganz wichtig: Lies das Kleingedruckte zur Auszahlungsphase! Da werden oft saftige Gebühren für die Entsparung oder Rentenumwandlung fällig, die erst in 20-30 Jahren schlagend werden.
Ein Tipp noch: Manche Anbieter erhöhen nach ein paar Jahren die Gebühren - schau dir an, ob es Preisgarantien gibt.
Da wird einem ja richtig schlecht, wenn man sieht wie die Anbieter tricksen. In meiner Generation war das noch einfacher - da gab's klare Konditionen ohne solche Spielchen.
Aber Sie haben recht, man muss höllisch aufpassen. Ich würde zusätzlich empfehlen: Schauen Sie sich auch die Kosten für den Todesfall an. Wenn das Depot vererbt wird, verlangen manche Anbieter saftige Gebühren für die Übertragung. Das steht oft nur in den AGB.
Und noch was: Fragen Sie konkret nach, was passiert wenn der Anbieter seine Gebührenstruktur ändert. Die meisten behalten sich vor, mit 2 Monaten Vorlauf die Preise anzupassen. Da können aus 0% schnell mal 0,5% werden.