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PKV im Ruhestand: Kann das Depot die Beiträge langfristig tragen?

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W.Hartmann
Beiträge: 52
Themenstarter
(@w-hartmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#50]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade im Garten – endlich mal Urlaub und Zeit zum Nachdenken – und beschäftige mich mit einer Frage, die mich schon länger umtreibt. Ich bin seit einigen Jahren privat krankenversichert und das läuft im Moment noch gut. Aber ich mache mir ernsthaft Sorgen, wie das im Rentenalter aussieht.

Die PKV-Beiträge steigen ja bekanntlich mit dem Alter ziemlich deutlich. Ich hab mal grob recherchiert: Manche Leute zahlen im Ruhestand 600, 700 oder sogar über 800 Euro im Monat. Ohne Arbeitgeberanteil, wohlgemerkt. Das ist ein erheblicher Posten, wenn man nur von Rente und Ersparnissen lebt.

Jetzt frage ich mich: Kann man das neue Altersvorsorgedepot 2027 strategisch so nutzen, dass die laufenden Entnahmen im Alter gezielt für die PKV-Beiträge eingesetzt werden? Also nicht nur für den allgemeinen Lebensunterhalt, sondern quasi zweckgebunden für die Krankenversicherung?

Oder ist das vom Konzept her gar nicht so gedacht? Gibt es irgendwelche Einschränkungen bei der Verwendung der Entnahmen nach Rentenbeginn, die das erschweren würden?

Ich bin kein Finanzexperte, aber ich will das einfach verstanden haben bevor ab 2027 alles losgeht. Vielleicht hat hier jemand schon tiefer in die Materie geschaut oder kennt ähnliche Überlegungen aus der Praxis?

Danke schon mal!
W.Hartmann


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3 Antworten
LauraK
Beiträge: 44
(@laurak)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Wie Kritiker_77 schreibt, ist die Kalkulation tatsächlich der knifflige Part. Aber ich find die Grundidee gar nicht so abwegig!

Zweckbindung gibt's keine bei den Entnahmen, das ist korrekt. Du kannst das Geld nehmen wofür du willst. Die Frage ist eher: reicht es? Ich nutz für sowas gerne digitale Planungstools um verschiedene Szenarien durchzurechnen – hab dazu auch mal was im Forum gepostet. Mit einem vernünftigen Entnahmeplan kann man durchaus Puffer für variable Ausgaben wie PKV einkalkulieren, man muss nur konservativ genug planen.

Ein Tipp noch: Manche PKV-Tarife haben Beitragsentlastungsbausteine speziell fürs Alter – da lohnt sich ein Blick, ob sowas bei dir schon drin ist oder nachgerüstet werden kann. Das würde die nötige Depot-Entnahme im Alter deutlich reduzieren. Ist dann vielleicht ne bessere Lösung als alles nur über das Depot zu stemmen.


Antwort
Monika F.
Beiträge: 23
(@monika-frei)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo W.Hartmann,

die Frage kenne ich aus einer anderen Richtung – ich hab mich beim Thema erste Einzahlung und was danach passiert auch schon gefragt, wofür die Entnahmen eigentlich gedacht sind.

Soweit ich das verstehe, gibt es beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 keine Zweckbindung der Entnahmen nach Rentenbeginn – das Geld gehört dir und du kannst es verwenden, wofür du willst. Also auch für PKV-Beiträge, Strom, Urlaub oder was auch immer. Das ist ja gerade der Unterschied zu manchen alten Riester-Varianten, die sehr starre Auszahlungsregeln hatten.

Die eigentliche Herausforderung ist aber die Planbarkeit: PKV-Beiträge sind schwer vorherzusagen – die Versicherer passen die Tarife regelmäßig an, oft deutlich nach oben. Wenn du also mit 65 rechnest, dass du monatlich 500 Euro aus dem Depot für die PKV brauchst, könnten es mit 75 schon 750 sein. Das muss die Entnahmestrategie mitberücksichtigen, sonst zehrt man das Depot schneller auf als geplant.

Ich würde empfehlen, das mit einem unabhängigen Finanzberater durchzurechnen – speziell PKV im Alter ist ein Thema für sich.


Antwort
Kritiker_77
Beiträge: 44
(@kritiker_77)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich bin da ehrlich gesagt skeptisch was die ganze Rechnung angeht. Das Depot soll in erster Linie die Rentenlücke schließen, und jetzt plant man schon die Entnahmen komplett für die PKV ein? Das klingt nach einer ziemlich wackeligen Kalkulation. Ich hab im Thread zu den Kosten im ersten Jahr schon angemerkt, dass viele Leute die laufenden Belastungen unterschätzen.

Konkret: Wenn du das Depot wirklich als PKV-Puffer nutzen willst, brauchst du deutlich höhere Einzahlungen als jemand, der nur die Rentenlücke stopfen will. Sonst ist beides nicht ausreichend abgedeckt. Ich würd mal ausrechnen, was du wirklich bräuchtest – und dann schauen ob das überhaupt realistisch erreichbar ist bis zum Renteneintritt. Nicht pessimistisch gemeint, aber man sollte das nüchtern betrachten.


Antwort
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