Hallo zusammen,
als Projektmanager mit vollem Kalender muss ich ehrlich sagen: Mich interessiert nicht nur die theoretische Rendite, sondern auch, wie viel Zeit ich tatsächlich investieren muss.
Ich sehe überall Debatten, ob Immobilien oder Depot besser sind. Aber keiner rechnet den Zeitaufwand wirklich ein. Eine Immobilie bedeutet: Makler, Besichtigungen, Finanzierung organisieren, später Mietersuche, Reparaturen koordinieren, Steuererklärungen für Vermietung. Das ist nicht passiv.
Beim Depot 2027 mit Standarddepot und Grundzulage sehe ich: Einmal einrichten, dann läuft es quasi von selbst. Aber ist das wirklich so einfach? Muss ich rebalancen? Wie oft? Und vor allem: Wenn ich 10 Jahre beide Optionen simuliere – mit realem Zeitaufwand eingerechnet – was kommt unterm Strich raus?
Ich bin nicht daran interessiert, eine Immobilie zu flippen. Aber für langfristige Altersvorsorge: Macht es wirtschaftlich Sinn, die Zeit zu investieren, oder sollte ich mich komplett aufs Depot konzentrieren und die Förderung optimal ausnutzen?
Wie seht ihr das praktisch?
Gute Frage. Aus technischer Sicht lässt sich das sogar durchaus quantifizieren, wenn man die Kostenstrukturen genau durchrechnet.
Beim Depot: Du hast ETF-Gebühren (0,2–0,5% TER), Broker-Gebühren, evtl. Spreads. Die summieren sich, sind aber kalkulierbar und transparent. Das Standarddepot hat zusätzlich die Verwaltungskosten der ZfA, die sind aber gering.
Bei Immobilien: Kaufnebenkosten (Makler, Notar, Grunderwerbsteuer) – sofort 7–10%. Dann laufend Instandhaltungsrücklagen (üblicherweise 1–2% der Immobilienwert pro Jahr), Verwaltung, evtl. Sanierungen. Das ist nicht linear kalkulierbar.
Zeitaufwand als Kostenfaktor: Wenn du 50 Stunden für die Immobiliensuche brauchst und deine Stundensatz als PM liegt bei sagen wir 50€ netto… das sind 2.500€ versteckte Kosten, bevor du überhaupt kaufst. Später kommen laufend Telefonate mit Handwerkern dazu.
Mein Fazit: Für deine Situation (wenig Zeit, effiziente Lösung) ist das Depot mathemtisch deutlich besser.
Hey Marcus, ich verstehe deine Frage total – nach Riester bin ich da auch vorsichtig, was unkompliziert klingt, aber dann doch kompliziert wird 😅
Als Grafikdesignerin ist meine Erfahrung eher: Mit 26 Jahren habe ich einfach nicht die Zeit oder das Knowhow für Immobilien. Mit dem Depot 2027 kann ich monatlich was überweisen, es läuft, ich check gelegentlich die Performance. Das ist für meinen Kopf einfach weniger Stress.
Abgesehen vom Zeitaufwand: Beim Depot bekomme ich ja auch die Grundzulage vom Staat, das ist quasi freies Geld. Bei Immobilien sehe ich da weniger direkte Förderung.
Hast du schon überlegt, einfach mit dem Depot zu starten und später zu sehen, ob du noch Lust auf Immobilie hast? Mit Anfang 40 kann man immer noch kaufen, wenn das Interesse wächst.