Hallo zusammen, ich bin 25 und möchte ab 2027 direkt beim Altersvorsorgedepot starten. Aber ich bin total verwirrt bei den Kostenvergleichen zwischen den Anbietern.
Alle sprechen von "Effektivkosten", aber wenn ich die Angebote vergleiche, scheint jeder Anbieter das anders zu berechnen. Der eine rechnet die Grundzulage rein, der andere nicht. Beim einen sind Transaktionskosten dabei, beim nächsten nicht. Und dann gibt es da noch diesen Berufseinsteigerbonus für mich – sollte ich den bei der Effektivkostenrechnung berücksichtigen oder nicht?
Meine Frage: Wie mache ich einen FAIREN Kostenvergleich zwischen verschiedenen Anbietern, ohne dass ich am Ende Äpfel mit Birnen vergleiche? Gibt es da eine Standard-Formel oder sollte ich mir selbst eine Rechnung basteln?
Ich will nicht in die Falle tappen und einen teuren Anbieter nehmen, nur weil die Werbung schön ist. Danke für eure Erfahrungen!
Mia, du fragst das richtig – Effektivkostenrechnung ist tatsächlich nicht trivial. Mit 15 Jahren Erfahrung kann ich dir sagen: Die besten Kostenvergleiche sind die, die du selbst mit einem Tabellenkalkulationsprogramm machst. Nimm die all-in-Kostenquoten (alle Gebühren geteilt durch verwaltetes Vermögen pro Jahr), multipliziere mit deinem erwarteten Vermögen Jahr für Jahr, summiere auf – dann siehst du deine echte Kostenbelastung über 40 Jahre.
Die Förderung MUSS in die Rechnung, ja. Sie ist Teil deines effektiven Vermögensaufbaus. Berufseinsteigerbonus ebenso. Ohne die ist dein Vergleich bedeutungslos.
Die Effektivkostenrechnung für Altersvorsorgedepots ist im Prinzip eine Optimierungsaufgabe. Du brauchst: (1) Alle Gebührenkomponenten des Anbieters transparent, (2) eine Annahme über Marktrenditen, (3) eine klare Definition deiner Förderberechnung – Berufseinsteigerbonus, Grundzulage, alles eingerechnet.
Wenn du das systematisch angehen willst, schreib mir gerne. Ich habe da in einem anderen Thread schon mal aufgezeigt, wie man Förderung konkret durchrechnet. Das gilt analog auch für Kostenvergleiche.
Das ist eine sehr berechtigte Frage, Mia. Ich beschäftige mich auch intensiv damit, weil für meine Familie und die Zulage-Planung jeder Euro zählt.
Bei fairen Kostenvergleichen solltest du immer eine IDENTISCHE Ausgangssituation nehmen: Gleiche Sparrate, gleicher Anlagehorizont, gleiche Vermögensaufteilung. Die meisten Anbieter haben mittlerweile Kostenrechner, aber ja – die sind oft unterschiedlich konstruiert.
Mein Tipp: Berechne die Effektivkosten für DEIN Szenario selbst. Nimm deine erwartete Sparrate (inklusive Förderung, die dir zusteht) und simuliere über 40 Jahre. Welcher Endvermögensunterschied bleibt? Das ist deine echte Kostenbelastung. Für den Berufseinsteigerbonus: Der sollte genau wie die Grundzulage in deine Rechnung ein, weil beide Teil deiner echten Vorsorgerendite sind.
Ich mache solche Rechnungen für unseren Familienplan – gerne kann ich dir mal zeigen, wie ich das aufgebaut habe.