Ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Vergleich zwischen dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 und dem klassischen Riester-System – und ehrlich gesagt werde ich das Gefühl nicht los, dass in der öffentlichen Diskussion viel zu rosig geredet wird.
Mein konkretes Problem: Ich versuche die tatsächlichen Steuereffekte durchzurechnen, und da tauchen Fragen auf, auf die ich bisher keine befriedigenden Antworten gefunden habe.
Beim Riester hatte man zwar die bekannten Probleme (Kostenstrukturen, Kapitalbindung, komplizierte Förderlogik), aber die steuerliche Behandlung war letztlich relativ klar geregelt: Einzahlungen absetzbar, Auszahlungen voll steuerpflichtig. Beim neuen Depot wird jetzt viel mit der nachgelagerten Besteuerung argumentiert – aber wie sieht das konkret aus, wenn ich im Alter vielleicht noch andere Einnahmen habe? Welche Progressionsstufe erwischt mich dann wirklich?
Außerdem interessiert mich: Gibt es beim Altersvorsorgedepot analoge Konstrukte zu den Riester-"Schädlichkeiten" (also Situationen, die zur Rückforderung der Förderung führen)? Was passiert z.B. bei Kapitalentnahme vor Renteneintritt, Wegzug ins Ausland oder im Todesfall?
Ich will keine Hochglanzbroschüre – ich will wissen wo die echten Fallstricke liegen, die man erst merkt wenn es zu spät ist.
Hey Thomas M., sehr gute Fragen! Du sprichst da einen wichtigen Punkt an, der in den ganzen Diskussionen wirklich oft zu kurz kommt.
Ehrlich gesagt bin ich noch relativ am Anfang mit dem Thema, aber gerade weil ich mich jetzt vor meiner ersten großen Entscheidung stehe, versuche ich auch solche Details zu durchblicken. Was ich bisher rausgefunden habe: Bei der nachgelagerten Besteuerung wird's tatsächlich knifflig, wenn du im Alter noch andere Einkommen hast – da musst du mit der individuellen Progressionsstufe rechnen und nicht mit irgendeinem pauschalen Satz rechnen.
Zu den Schädlichkeiten: Das ist ne gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Soweit ich verstanden hab, ist das beim Depot weniger rigide als bei Riester, aber bei Auslandswegzug und bestimmten Auszahlungsszenarien gibt's da definitiv Regularien, die ich noch genauer checken muss.
Vielleicht lohnt sich für solche Details ein Gespräch mit nem Steuerberater? Ich weiß, kostet Geld, aber gerade bei so fundamentalen Entscheidungen könnte das sinnvoll sein. Interessiert mich deine weitere Recherche auch!