Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit etwa anderthalb Jahren intensiv mit dem kommenden Altersvorsorgedepot und vergleiche gerade die Produktregeln der verschiedenen Anbieter. Eine Frage, die mir beim Durchlesen der bisherigen Regelentwürfe immer wieder unklar bleibt:
Gibt es beim Altersvorsorgedepot ab 2027 eigentlich eine verbindliche Whitelist für zulässige ETFs – oder kann ich grundsätzlich jeden beliebigen ETF ins Depot aufnehmen? Ich finde da teilweise unterschiedliche Aussagen.
Einige Broker scheinen mir zu suggerieren, dass nur bestimmte Fonds und ETFs zur Förderung berechtigen, andere wirken flexibler. Mich interessiert:
- Welche Kriterien muss ein ETF erfüllen, um förderberechtigt zu sein?
- Sind passive Indexpapiere bevorzugt, oder zählen auch aktiv gemanagte Fonds?
- Wie ist die Situation bei Themen-ETFs oder Nischen-Indizes?
Wer von euch hat da schon konkrete Infos von seinen bevorzugten Anbietern bekommen?
Danke für die Input!
Hallo Marcus W.,
gute Frage, die mich selbst auch beschäftigt hat. Soweit ich das bisher verstanden habe, wird es keine strikte Whitelist geben wie beispielsweise bei Riester. Der Gesetzgeber setzt eher auf Mindeststandards bei den Wertpapieren – die müssen in der EU gehandelt werden und bestimmte Transparenzanforderungen erfüllen.
Was ich aus verschiedenen Anbieterinformationen mitgenommen habe: Aktiv gemanagte Fonds und passive ETFs werden grundsätzlich beide zugelassen, solange sie die Anforderungen erfüllen. Bei Themen-ETFs oder sehr speziellen Indizes könnte es aber kniffliger werden – da würde ich wirklich beim jeweiligen Anbieter nachfragen.
Ehrlich gesagt finde ich die Kommunikation der Broker dazu auch noch ziemlich unterschiedlich. Manche sind transparenter als andere. Mein Tipp: Schreib den Anbietern konkret, welche ETFs du im Sinn hast und frag nach deren Förderfähigkeit. So bekommst du zumindest eine verbindliche Aussage für deine Planung.
Viel Erfolg beim Durchblick!