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ETF-Depot als gefördertes Altersvorsorgeprodukt möglich?

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Depot-Pro28
Beiträge: 60
Themenstarter
(@depot-pro28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#288]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich intensiv mit den Effektivkosten beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 und habe eine grundsätzliche Frage, die mir bei meinen Berechnungen nicht aus dem Kopf geht.

Ich verstehe, dass die neue Grundzulage von 50 Cent pro eingezahltem Euro beitragsproportional funktioniert – für meinen Einkommenslevel als Projektmanager rechnet sich das sehr gut. Aber jetzt bin ich auf mehrere Diskussionen gestoßen, die darauf hindeuten, dass ETFs im neuen Depot nicht einfach frei bespielbar sind, sondern bestimmten Zertifizierungsanforderungen unterliegen sollen.

Meine konkrete Frage: Kann ich mir im 2027er Depot ein reines ETF-Portfolio mit globalen Index-ETFs aufbauen und trotzdem die volle Grundzulage mitnehmen? Oder muss ein gefördertes Altersvorsorgedepot zwangsläufig auch Garantiekomponenten oder klassische Rentenversicherungen enthalten?

Wer hat da schon konkrete Informationen oder kann aus früheren Reformdebatten berichten? Die Effektivkosten machen mich nervös, und ich will nicht, dass mir versteckte Anforderungen später das Depot verteuern.

Danke für Einordnung!


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2 Antworten
Lisa-Weber
Beiträge: 49
(@lisa-weber)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Kurz zu deiner Frage: Ja, reine ETF-Depots sollten funktionieren. Ich bin gerade dabei, meine Riester-Fonds ins neue System zu denken, und überall lese ich, dass ETFs eine zentrale Rolle spielen sollen. Die Zertifizierung ist eher eine Sicherheitsnorm – keine Blockade. Das Interessante ist für mich eher: Wie genau funktionieren dann später Entnahmepläne bei reinen ETF-Depots? Bei Riester war das ja teilweise ein Krampf. Vielleicht solltest du parallel auch nach den Unterschieden zu Riester schauen – da könnte eine Antwort stecken.


Antwort
RentenPro67
Beiträge: 43
(@rentenpro67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine sehr berechtigte Sorge. Aus meiner Erfahrung mit der Grundzulage kann ich sagen: Die Quote von 50 Cent pro Euro ist mathematisch nur dann rentabel, wenn die Verwaltungskosten tatsächlich niedrig sind. Reine ETF-Depots müssten da eigentlich die beste Option sein. Was mich interessiert: Gibt es für 2027 schon erste Broker-Ansagen, wie sie ihre Gebührenmodelle gestalten? Ich will nicht in die Falle tappen, dass die Grundzulage durch Depotkosten aufgezehrt wird.


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