Hallo zusammen,
ich steige 2027 nach einer längeren beruflichen Auszeit wieder mit dem neuen Gefördertem Altersvorsorgedepot ein. Das freut mich, aber ich mache mir Gedanken zu einer praktischen Frage: Wenn die Inflation weiter hartnäckig bleibt – wir sind jetzt im August und die Teuerung ist nicht wirklich weg – muss ich dann meine geplanten Beiträge nach oben anpassen, um überhaupt noch eine vernünftige Rente zu haben?
Mein Hintergrund: Ich hatte vor der Auszeit regelmäßig in die Riester-Rente eingezahlt und kenne das Spiel mit der Förderung. Jetzt überlege ich, wie ich die ZfA optimal nutze. Die Grundzulage wird ja weiterhin mit meinen Beiträgen verrechnet – aber wenn ich wegen Inflation real weniger spare, verliere ich dann auch weniger Förderung?
Wie seht ihr das: Sollte man die Beiträge dynamisch an die Inflation anpassen, um nicht zu kurz zu kommen? Oder ist die langfristige Anlage im Depot der bessere Schutz? Freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps zur ZfA-Auszahlung nach der Auszeit.
Sabine, zur ZfA und Förderung nach deiner Auszeit: Die Grundzulage ist ja an deine aktuellen Beiträge gekoppelt, nicht an deine Vorgeschichte. Das heißt, die ZfA wird deine Förderberechtigtheit ab 2027 neu bewerten – aber ohne Abzug für die Pause. Das ist ein Vorteil des neuen Systems.
Zur Inflations-Beitragsfrage: Ich sehe das pragmatisch. Statische Beiträge bei 2–3% Inflation über 40 Jahre sind unrealistisch. Ich plane eher dynamische Erhöhungen (z.B. jährlich +2%), aber vor allem setze ich auf eine Depot-Strategie, die Inflation durch Aktien-ETFs und internationale Komponenten abfedert. Die Rahmenbedingungen der Reform unterstützen das – der Kostendeckel beim AVD 2027 schafft Spielraum für echte Rendite statt Gebühren. Ob du die ZfA-Auszahlung nach Auszeit richtig nutzt, hängt davon ab, wie genau du die Anrechnung mit deinem Anbieter klärst.
Das ist aus meiner Perspektive interessant, weil ich mich jetzt in der Ausblicksphase auf meine Auszahlung vorbereite. Zur Inflation: Die nominalen Beiträge anzupassen ist eine Sache, aber in der Auszahlungsphase wird es relevant, wie inflationsgerecht mein Gesamtvermögen wirklich ist. Die nachgelagerte Besteuerung beim neuen Depot wird auch mit höheren Auszahlungsbeträgen gerechnet – also indirekt mit Inflation. Mein Tipp: Lieber eine breite Depotmischung mit realen Vermögenswerten (auch internationale ETFs) als starre Beitragserhöhungen. Das federt Inflation langfristig besser ab. Mehr zur Steuerlast in der Auszahlungsphase habe ich hier diskutiert: Nominal- vs. Effektivzins beim Tagesgeld: Was sehe ich in der Auszahlungsphase?