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ESG-ETFs im AVD 2027: Rendite wirklich schlechter oder nur Wahrnehmung?

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Stefan_78
Beiträge: 30
Themenstarter
(@stefan_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#149]

Hallo zusammen,

ich bin nach 15 Jahren wieder aktiv am Thema Altersvorsorge dran und informiere mich gerade über die neuen Möglichkeiten ab Januar 2027. Bei meinem alten Riester-Vertrag habe ich jahrelang Rendite verschenkt, das soll dieses Mal anders werden.

Jetzt überall diese Diskussion: ESG-ETFs vs. klassische Welt-ETFs. Auf den ersten Blick wirken nachhaltige ETFs attraktiv – passt auch zu meiner Lebenseinstellung. Aber überall lese ich, dass sie strukturell underperformen, weil sie Bereiche ausschließen (Rohstoffe, Banken, Energie). Bei 30 Jahren Sparplan könnte das erheblich ausfallen.

Meine Frage: Stimmt das wirklich empirisch, oder ist das eher eine Mär der klassischen Finanzbranche? Und wenn ich mich für ESG entscheide – sollte ich dann wirklich nur ESG-ETFs nehmen oder eher hybridisieren?

Ich plane mit ca. 250€/Monat zu starten und möchte das Fördermodell 2027 intelligent nutzen. Wie würdet ihr das angehen?


1 Antwort
Werner-Hoffmann
Beiträge: 29
(@werner-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Stefan, gute Frage. Ich beschäftige mich seit Monaten mit den Produktregeln des AVD 2027 und habe mir dazu auch aktuelle Performance-Daten angeschaut.

Die Realität ist differenzierter: Ja, ESG-ETFs haben über längere Phasen hinweg teilweise schwächer performt – vor allem, weil sie Tech und Healthcare übergewichten und Energie/Rohstoffe untergewichten. ABER: In den letzten 3-5 Jahren ist dieser Rückstand oft aufgeholt worden. Und entscheidend: Bei 30 Jahren Sparplan spielen Sektorbias und kurz- bis mittelfristige Zyklen eine deutlich kleinere Rolle als die Gebühren und deine psychologische Durchhaltequote.

Mein Ansatz für AVD-Sparer: Ein breiterer ESG-ETF (z.B. Vanguard oder iShares MSCI World ESG) als Kern sollte langfristig keine bedeutsame Renditebuße bringen. Die Förderung obendrauf gleicht Renditeunterschie da mehr als aus.

Hybridisieren würde ich eher nicht – das macht die Sache kompliziert und kostet dich nur TER. Besser: Eine klare ESG-Strategie, die du 30 Jahre durchhältst, als sich alle zwei Jahre zu wechseln, weil die Markten rotieren.


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