Hallo zusammen,
ich bin seit 15 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und bereite mich jetzt intensiv auf das Altersvorsorgedepot 2027 vor. Meine Frage ist eher aus einer integrierten Perspektive: Wie strukturiere ich sinnvoll eine Kombination aus klassischen Garantieprodukten (z.B. mit Minimum Leistung) und ETF-basierten Lösungen, sodass beide Komponenten von der Grundzulage und der beitragsproportionalen Förderung wirklich profitieren?
Mich interessiert konkret, ob es Effizienzverluste gibt, wenn ich z.B. 60% in einen breiten Welt-ETF und 40% in ein Versicherungsprodukt mit Garantiebeitrag einzahle – oder ob das Fördermodell diese Mischung sogar begünstigt. Gibt es versteckte Anrechnungen bei der Förderung, die ich aus meiner Branchenerfahrung übersehen könnte? Und wie kalkuliert ihr das Risikomanagement über beide Säulen hinweg?
Gerne auch Feedback von anderen mit Versicherungshintergrund.
Gute Frage, Markus. Ich würde hier aber kritisch anmerken: Die Grundzulage ist ja vom Gesamtbeitrag unabhängig. Ob du die 60/40 aufteilst oder alles in ETFs gehst – die absolute Zulage bleibt gleich. Was wirkt sich aus, ist die beitragsproportionale Förderung. Da brauchst du belastbare Zahlen vom Anbieter, wie diese genau bei gemischten Depots berechnet wird. Zu sagen "Hybrid ist effizienter" – das sehe ich ohne klare Rechenbeispiele kritisch. Eher eine psychologische Frage als eine mathematische. Was ist dein eigentliches Risikoprofil?
Kurz: Förderung folgt dem Gesamtbeitrag, nicht der internen Mischung. Wenn der Anbieter aber schlecht rechnet, zahlt die Mischung drauf.