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Gebührenstrukturen bei Wertpapieranbietern: Welche Unterschiede sind für 30 Jahre Sparplan relevant?

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Gunther H.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@g-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#119]

Hallo zusammen,

ich bin seit meiner Rente 2019 sehr aktiv beim Vermögensaufbau und freue mich auf die Möglichkeiten des neuen Altersvorsorgedepots ab 2027. Allerdings beschäftigt mich eine grundsätzliche Frage: Bei der Vielzahl von ETF-Anbietern (Vanguard, iShares, DWS, etc.) – wie relevant sind die Unterschiede in den Gebührenstrukturen wirklich für einen Langfristsparer über 30 Jahre?

Ich vergleiche derzeit verschiedene Depotanbieter und sehe da große Unterschiede bei Transaktionsgebühren, Depotgebühren und natürlich den TERs der einzelnen Fonds. Manche sagen, dass 0,1% Unterschied über Jahrzehnte massiv ins Gewicht fällt. Andere meinen, dass man nicht überoptimieren sollte.

Meine konkrete Frage: Gibt es einen praktischen Rechner, mit dem ich durchspielen kann, wie sich unterschiedliche Gebührenmodelle über meine Sparplanphase bis zur Rente auswirken? Und: Sollte ich lieber bei weniger Anbietern bleiben für bessere Gebühren, oder ist Diversifikation über mehrere Anbieter sinnvoller?

Freue mich über eure Erfahrungen!


1 Antwort
Markus B.
Beiträge: 30
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gunther H., gute Frage! Ich hab mir das auch mal systematisch angeschaut mit Excel und kann sagen: Bei 30 Jahren macht es durchaus einen Unterschied, aber es kommt auf die Perspektive an.

Ein konkretes Beispiel: 0,1% TER-Unterschied bei 50.000€ Endvermögen kostet dich über 30 Jahre in etwa 1.500-2.000€ durch Zinseszinseffekte. Das ist nicht trivial, aber auch nicht das entscheidende Kriterium.

Wichtiger finde ich ehrlich gesagt, dass du überhaupt anfängst und dann kontinuierlich durchziehst. Eine komplizierte Struktur über mehrere Anbieter führt oft dazu, dass man das Ganze wieder verkompliziert und nicht dranbleibt.

Für das Altersvorsorgedepot 2027 würde ich eher schauen: Depotgebühr sollte kostenlos sein (gibt's ja bei den meisten), Sparplanausführung sollte günstig/kostenlos sein, und dann ein breit gestreuter ETF mit moderater TER (0,2-0,3%) nehmen. Lieber ein solider ETF, den du beibehältst, als ständig zu optimieren.

Transparente Kostenrechner find ich bei den meisten großen Depotanbietern. Aber ehrlich: Der Unterschied macht sich erst bei größeren Summen wirklich bemerkbar.


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