Hi zusammen, ich bin gerade dabei, mich intensiv mit dem Altersvorsorgedepot 2027 vorzubereiten und habe eine grundsätzliche Frage zur Strategie.
Ich möchte das Standarddepot nutzen und von der beitragsproportionalen Förderung profitieren. Dazu komme ich zeitlich aber nicht immer dazu, mich aktiv um die Geldanlage zu kümmern – beruflich bin ich ziemlich eingespannt.
Meine Überlegung: Lohnt es sich, für das AVD einen Robo-Advisor zu nutzen, oder sollte ich selbst ein einfaches ETF-Portfolio aufbauen?
Bonus-Frage: Ich möchte meiner jüngeren Schwester beim Start helfen. Der Berufseinsteigerbonus ist ja attraktiv. Macht es für Berufseinsteiger einen Unterschied, ob sie einen Robo-Advisor nehmen oder selbst anlegen – vor allem bezogen auf die Förderung?
Was würdet ihr empfehlen? Danke schon mal!
Hier würde ich kritisch nachfragen: Wer sagt dir denn, dass der Robo-Advisor beim AVD überhaupt die Förderlogik richtig umsetzt?
Es gibt da noch zu viele offene Fragen zur praktischen Umsetzung, wie Förderanteile in der Abrechnung konkret dargestellt werden. Mein Eindruck ist, dass viele Anbieter die beitragsproportionale Förderung beim AVD noch nicht sauber abbilden.
Meine Empfehlung: Warte ab, bis sich das geklärt hat. In der Zwischenzeit – und für deine Schwester – ist selbst anlegen der sicherere Weg.
Wir nutzen das Standarddepot seit Start 2027 und haben bewusst auf Robo-Lösungen verzichtet. Ehrlich gesagt: Das ist nicht kompliziert.
Mit zwei Kindern hab ich eh wenig Zeit, aber einen Sparplan mit zwei, drei ETFs zu führen ist einfach machbar. Einmal im Jahr 10 Minuten Rebalancing, fertig. Die Kostenersparnis gegenüber einem Robo ist real – das merkt man am Ende der Laufzeit.
Für deine Schwester noch wichtiger: Der Berufseinsteigerbonus braucht keine Robo-Unterstützung. Ein selbstgesteuertes Depot ist schneller auf den Weg gebracht und kostengünstiger.