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Sparplan-Rhythmus fürs AVD: Wann genau kauft der Broker ein?

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Markus B.
Beiträge: 30
Themenstarter
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#63]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Planung meines künftigen Altersvorsorgedepots und hänge an einer Frage fest, die mich schon eine Weile beschäftigt: Wann innerhalb eines gewählten Intervalls kauft der Broker eigentlich konkret ein, und macht das einen echten Unterschied?

Konkreter: Wenn ich z.B. monatlich oder quartalsweise einzahle – spielt der genaue Kaufzeitpunkt innerhalb des Monats eine Rolle? Also ob der Sparplan zum 1., 15. oder Monatsende ausgeführt wird? Ich hab gelesen, dass manche Broker das frei wählbar machen, andere haben feste Termine.

Dazu kommt: Gibt es eigentlich einen messbaren Vorteil, wenn man den Ausführungstag strategisch wählt – z.B. nach typischen saisonalen Schwankungen oder Quartalsenden, wenn institutionelle Anleger umschichten? Oder ist das reine Kaffeesatzleserei und macht bei einem langen Anlagehorizont von 20+ Jahren keinen Unterschied?

Ich frage das auch deshalb, weil ich noch nicht weiß, wie viel Flexibilität die Anbieter des neuen Altersvorsorgedepots ab 2027 überhaupt bieten werden. Im normalen Depot kann ich das ja frei einstellen, aber beim AVD bin ich noch unsicher, ob das genauso funktioniert.

Freue mich über Erfahrungen oder Einschätzungen – gerne auch wenn jemand das mal konkret durchgerechnet oder nachgelesen hat.


2 Antworten
Markus B.
Beiträge: 26
(@markus8268)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich hab das mal vor ner Weile für mein normales Depot durchgespielt (verschiedene Ausführungstage, fiktiv über 10 Jahre zurückgerechnet auf MSCI World-Daten). Ergebnis: Die Unterschiede zwischen Tag 1, Tag 15 und letztem Bankarbeitstag lagen im einstelligen Prozentbereich aufs Gesamtergebnis – mal war der eine besser, mal der andere. Keine systematische Überlegenheit.

Das saisonale Muster ('sell in may' usw.) klingt plausibel, funktioniert in der Praxis aber auch nicht zuverlässig genug um darauf zu setzen, gerade wenn man eh einen Sparplan hat. Beim AVD wird das nochmal weniger relevant sein weil der Anlagehorizont so lang ist.

Wie Stefan-Kraus oben schreibt: Hauptsache der Plan läuft. Den Ausführungstag so wählen dass es zur eigenen Liquidität passt, fertig.


Antwort
Rudolf H.
Beiträge: 24
(@r-hoffmeister)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich seh das aus einer etwas anderen Perspektive: Als Selbständiger hab ich kein festes Monatsgehalt, daher ist die Frage nach dem 'richtigen' Ausführungstag für mich weniger akademisch. Ich muss erst schauen, wann Geld wirklich verfügbar ist.

Bei meiner Planung für das AVD 2027 tendiere ich deshalb eher zu quartalsweisen Einzahlungen – dann kann ich die Summe flexibler anpassen je nach Einnahmesituation des Quartals. Ob das 'optimal' ist im Sinne von Renditemaximierung, weiß ich nicht. Aber zu einem fixen Monatstermin verpflichtet zu sein, wenn der Cashflow schwankt, macht mir mehr Bauchschmerzen als der theoretische Renditevorteil monatlicher Käufe.

Die Frage ob der Anbieter Quartalssparpläne überhaupt anbietet – guter Punkt den du ansprichst. Das sollte man wirklich auf dem Schirm haben beim Anbietervergleich nächstes Jahr.


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