Hi zusammen, ich bin Julia und 28 Jahre alt. Ich möchte ab 2027 ins Standarddepot einsteigen und habe da noch viele Fragen, die mich plagen.
Gerade beim Thema ETF-Auswahl bin ich total unsicher. Überall lese ich von TER, aber auch von versteckten Kosten. Bei meiner Bank wird mir ein ETF mit 0,22% TER angeboten, bei einer Online-Plattform ein ähnlicher mit 0,15%. Das klingt erstmal nicht viel, aber über 30-40 Jahre Ansparzeit…?
Meine Frage: Auf welche versteckten Kosten muss ich noch achten, wenn ich mich zwischen Depot-Anbietern und ETFs entscheide? Spielen Depotgebühren, Handelsgebühren, Spreads eine Rolle? Und wie beeinflussen diese Kosten am Ende die Grundzulage und den Berufseinsteigerbonus?
Ich habe noch keine Erfahrung mit Kapitalmärkten und möchte nicht in eine Kostenfalle tappen, bevor ich überhaupt anfange. Könnt ihr mir helfen, das zu durchblicken?
Liebe Julia, das ist eine sehr gute Frage und ich freue mich, dass du dich damit schon vorher beschäftigst! Die TER ist nur die halbe Wahrheit. Du solltest auf Spread-Kosten achten – das ist der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs – und auf die Depot- und Ordergebühren des Anbieters. Manche Banken haben kostenlose Sparpläne, andere verlangen pro Ausführung. Die gute Nachricht: Die Grundzulage wird auf deine tatsächlich eingezahlten Beiträge gewährt, nicht gekürzt um Kosten. Also konzentriere dich auf niedrige Gesamtkosten und du machst alles richtig!
Moment, pass auf – die 0,07% Unterschied in der TER sind über 30 Jahre nicht egal, ja, aber viel wichtiger: Schau dir die Depotgebühren an. Es gibt immer noch Banken, die versteckt 10-15 Euro pro Jahr nehmen. Beim AVD 2027 willst du ja nicht jeden Monat 50 Euro sparen und dann 10 Euro Depotgebühr zahlen. Lieber Tagesgeld bis Januar 2027 und dann richtig einsteigen mit einem kostenlosen Depot – meine Empfehlung!
Das ist tückisch, weil die Ordergebühren und Spreads deine Sparquote direkt aufzehren. Wenn du monatlich sparst und der Broker pro Ausführung 2-3 Euro nimmt, sind das bei 50 Euro Sparrate 4-6% Kosten pro Kauf – viel höher als TER-Unterschiede! Für die optimale Nutzung von Grundzulage und Berufseinsteigerbonus brauchst du: kostenloses Depot + kostenlose Sparpläne + ETF mit tiefer TER. Die nachgelagerte Besteuerung macht eh schon was mit deinen Renditen, da solltest du wenigstens die Kosten minimieren.