Hallo zusammen,
ich grübel gerade wieder mal über die ETF-Strategie für das neue Altersvorsorgedepot 2027 nach – und nutze die ruhigere Sommerzeit, um mich endlich richtig damit auseinanderzusetzen, statt es weiter aufzuschieben.
Meine konkrete Frage: Macht es Sinn, den US-Markt im Depot gezielt überzugewichten, oder sollte man lieber bei einem klassischen MSCI World bleiben, der ohnehin schon zu rund 65–70% aus US-Aktien besteht?
Der Hintergrund: In den letzten 15 Jahren hat der S&P 500 den MSCI World konstant outperformt. Klar, Vergangenheit ist keine Garantie – aber ich frage mich, ob die Dominanz der US-Technologieunternehmen strukturell so stark ist, dass eine bewusste Übergewichtung langfristig sinnvoll sein könnte.
Andererseits: Mit dem neuen Altersvorsorgedepot rede ich von einem Zeithorizont von vielleicht noch 15–20 Jahren bis zur Rente. Da ist mir Stabilität eigentlich wichtiger als kurzfristige Renditeoptimierung. Nach meinen Riester-Erfahrungen weiß ich, dass man nicht alles auf eine Karte setzen sollte.
Hat jemand hier schon eine klare Strategie entwickelt, ob und wie er den US-Markt im neuen Depot gewichten will? Oder setzt ihr komplett auf breite Diversifikation ohne regionale Übergewichtung? Über eure Einschätzungen würde ich mich sehr freuen.
Ich kenne das Grübeln gut, auch wenn ich bei dem ganzen ETF-Thema noch relativ am Anfang stehe. Nach meiner langen Familienzeit versuche ich gerade, da wieder reinzukommen – und ehrlich gesagt überfordert mich das mit der US-Übergewichtung etwas.
Was ich für mich mitgenommen habe: Beim neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 geht es ja erstmal darum, überhaupt erstmal einen soliden Einstieg zu finden, und da klingt ein breiter MSCI World für mich deutlich ruhiger als aktiv auf einzelne Regionen zu wetten. Gerade bei 15-20 Jahren Horizont. Die ganzen Riester-Erfahrungen, die du erwähnst, kenne ich auch – man will einfach nicht nochmal so ein Konstrukt, wo man am Ende das Gefühl hat, irgendwas läuft schief.
Ich werde für mich wahrscheinlich erstmal breit diversifiziert starten und dann schauen. Vielleicht ist der Wiedereinstieg ins Berufsleben auch erstmal wichtiger als die perfekte ETF-Strategie 😅 Wäre aber interessiert zu hören, was andere erfahrenere Leute hier dazu sagen.