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Zertifizierungsanforderungen AltZertG: Wie schützt das vor Inflationsverlust?

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Markus8268
Beiträge: 1
Themenstarter
(@markus8268)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen
[#46]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einigen Monaten intensiv mit dem AltZertG und den Zertifizierungsvoraussetzungen für das neue Altersvorsorgedepot ab 2027. Was mich dabei zunehmend beschäftigt, ist ein Aspekt, den ich in der bisherigen Debatte etwas vermisse: Inwiefern berücksichtigen die gesetzlichen Anforderungen an zertifizierte Produkte eigentlich das Thema Inflation?

Konkret: Das AltZertG schreibt bestimmte Mindestanforderungen vor, unter anderem zur Beitragserhaltungsgarantie oder zur Transparenz der Kosten. Aber nirgends finde ich eine gesetzliche Verpflichtung, die sicherstellt, dass ein Produkt wenigstens realwerterhaltend angelegt wird. Eine nominale Beitragserhaltung bei gleichzeitig anhaltender Inflation von – nehmen wir mal konservativ – 3% bedeutet ja faktisch einen realen Kaufkraftverlust.

Jetzt im Sommer 2026, also gut sechs Monate vor dem Start, würde ich gerne wissen: Gibt es Anbieter, die im Rahmen der Zertifizierung freiwillig Inflationsschutz-Mechanismen einbauen? Und welche gesetzliche Handhabe haben Verbraucher überhaupt, wenn ein zertifiziertes Produkt zwar formal die AltZertG-Anforderungen erfüllt, real aber Verluste produziert?

Mich interessiert besonders, ob bei der Anbieterauswahl das Thema Realrendite vs. nominale Garantie in der Produktbeschreibung überhaupt transparent gemacht wird – oder ob das Verbraucher selbst herausrechnen müssen.

Freue mich auf eure Einschätzungen.


1 Antwort
Depot-Pro28
Beiträge: 37
(@depot-pro28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Guter Punkt, den du da aufmachst. Ich schaue das Thema eigentlich eher von der Kostenseite aus an, aber Inflation frisst natürlich genauso an der Rendite wie hohe Effektivkosten – im Endeffekt beides dasselbe Problem aus unterschiedlichen Richtungen.

Was mich dabei besonders beschäftigt: Wenn man als Verbraucher schon die Effektivkosten mühsam aus den Produktinformationen rausrechnen muss, dann wird echte Transparenz zur Realrendite noch schwieriger werden. Da sehe ich kaum, dass Anbieter freiwillig hinschreiben "btw, nach Inflation habt ihr eigentlich weniger als eingezahlt".

Die gesetzliche Handhabe bei zertifizierten Produkten ist meiner Einschätzung nach tatsächlich sehr begrenzt – das AltZertG ist formale Compliance, kein Realrendite-Versprechen. Was hilft: aktienbasierte Strategien im Depot wählen, die langfristig über der Inflation liegen. Das müssen Verbraucher aber selbst aktiv einfordern und durchrechnen. Bin gespannt ob die Informationsblätter 2027 da wenigstens annähernd verständlich werden.


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