Moin zusammen, ich beschäftige mich seit 2025 intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot und habe mir eine solide ETF-Strategie überlegt. Aber jetzt stellt sich mir die Frage: Macht es Sinn, parallel auch noch auf eine Immobilie hinzuarbeiten?
Meine Situation: Ich verdiene gut genug, um kontinuierlich in ein Depot einzahlen zu können. Gleichzeitig habe ich die Chance, in etwa 3-4 Jahren eine kleine Wohnung zu finanzieren – nicht als Kapitalanlage, sondern zum Selbstbewohnen.
Mich interessiert konkret: Sollte ich jetzt schon anfangen, das Depot zu besparen und später dann für die Immobilie eine Pause machen? Oder umgekehrt erst die Immobilie durchziehen und dann ab 2027 richtig ins Depot gehen? Ich will ja die staatliche Förderung mitnehmen, aber auch nicht komplett auf die Tilgung verzichten.
Wie habt ihr das gelöst oder wie seht ihr das? Welche Reihenfolge macht steuerlich und finanziell mehr Sinn?
Moin Thomas B.,
ich würde dir empfehlen, beide parallel zu fahren, wenn dein Einkommen das hergibt. Der Grund: Die Zulagen beim Depot 2027 sind langfristig einfach zu wertvoll, um sie Jahre lang links liegen zu lassen. Das ist echtes Geld vom Staat.
Bei der Immobilie kannst du flexibler sein. Wenn du in 3-4 Jahren kaufst, sammelst du bis dahin dein Eigenkapital. Parallel ins Depot einzahlen – auch wenn es weniger ist – kostet dich ja nichts extra und du verlierst keine Förderung.
Steuerlich ist da wenig zu optimieren, ehrlich gesagt. Das Depot hat seine eigene Struktur mit der ZfA, die Immobilie läuft ganz separat. Was ich empfehle: Setz eine realistische monatliche Quote für beide auf. Notfalls sparst du beim Depot weniger als maximal möglich, fährst aber kontinuierlich und sicherst dir die Zulagen.
Tilgungspausen sind bei Immobilien normal, wenn man parallel andere Ziele verfolgt. Lass dich davon nicht unter Druck setzen.
Gruß,
Rudolf