Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Altersvorsorgestrategie für 2027 zu planen und habe eine grundsätzliche Frage zur Struktur. Ich habe zwei Kinder (7 und 10 Jahre) und überlege jetzt, ob ich für jedes Kind ein separates gefördertes Altersvorsorgedepot eröffne oder ob ich meine Sparbeiträge in einem gemeinsamen Depot für mich selbst sammle und die Kinderzulagen separat mitnehme.
Ich verdiene etwa 3.200 Euro netto monatlich. Mit den Kinderzulagen könnte ich theoretisch bis zu 1.200 Euro pro Jahr zusätzliche Förderung bekommen – aber nur wenn ich die Depots korrekt strukturiere. Meine Frage: Lohnt sich der administrative Aufwand, drei Depots zu verwalten? Oder gibt es Konstellationen, wo eine Bündelung sinnvoller ist?
Auch interessiert mich: Kann ich später im Ruhestand flexibler darauf zugreifen, wenn die Depots getrennt sind? Und wie wirkt sich das auf die ETF-Rente aus, wenn ich mehrere Depots habe – wird die dann auch mehrfach berechnet?
Danke für eure Erfahrungen!
Gute Frage, Sabine! Das habe ich mir auch lange überlegt. Meine Erfahrung über die Jahre zeigt: Mehrere Depots sind administrativ durchaus zu stemmen, wenn du ein System hast. Der echte Vorteil liegt in der Flexibilität später. Mit separaten Depots für die Kinder kannst du später gezielter entnehmen – wenn eines Kind früher finanzielle Unterstützung braucht, zahlst du nicht aus dem Depot des anderen. Zur ETF-Rente: Jedes Depot wird separat berechnet, das ist korrekt. Das bedeutet bei drei Depots potenziell drei Rentenströme – auch das bietet Flexibilität. Ich würde sagen: Die Kinderzulagen sind zu wertvoll, um sie liegen zu lassen. Siehe auch meinen älteren Beitrag zu Förderung mit Kind – die summiert sich wirklich massiv.
Sabine, pragmatisch gefragt: Hast du die Kostenstrukturen der Broker wirklich verglichen? Bei drei Depots könnten die Gebühren durchaus ins Gewicht fallen. Andererseits – die Kinderzulagen amortisieren das schnell. Was mich bei meinen Analysen fasziniert: Mit separaten Depots kannst du bei den Kinder-Depots deutlich aggressiver in World-ETFs fahren. 17-18 Jahre Sparzeit sind genug, um das zu rechtfertigen. Schau dir die konkreten Wertpapiere an, die du nutzen willst – dann ergibt sich die Depotstruktur von selbst.
Sabine, als Makler denk ich pragmatisch: Drei Depots = drei Renditepools, aber auch drei Gebührenstrukturen. Schau dir genau die Kostenmodelle der Anbieter an. Manche haben Staffelungen bei mehreren Depots, andere nicht. Für deine finanzielle Gesamtstrategie würde ich drei separate Depots empfehlen – die Kinderzulagen sind einfach zu attraktiv. Meine Überlegung ist ähnlich: Ich kombiniere ja meine Immobilien-Strategie mit ETF-Sparplänen. Mehrere Depots helfen mir, unterschiedliche Risikoprofile zu fahren. Bei dir: dein Depot konservativ, die Kinderdepos offensiver – passt perfekt zu den längeren Zeithorizonten bei den Kindern.
Da ich selbst gerade wieder einsteige – drei Depots halte ich für die richtige Lösung. Nach meinen 12 Jahren Auszeit merk ich, wie wichtig es ist, für die Kids auch was aufzubauen. Die Frühstart-Rente funktioniert ja auch pro Depot. Mein Gedanke: Eins für dich, eins für jedes Kind. Dann bleibst du flexibel und nutzt jede Zulage voll aus. Administrativ ist das heute übers Online-Banking schnell erledigt.