Hallo zusammen,
ich stehe vor einer Entscheidung die mir den ganzen Sommer schon Kopfzerbrechen bereitet. Kurz zu mir: 47, verheiratet, zwei Kinder (12 und 15), bin seit Jahren in der Finanzbranche tätig aber bei der eigenen Vorsorge hadere ich gerade.
Wir haben 2019 ein Eigenheim gekauft, Restkreditsumme liegt noch bei 180k bei 1,8% Zinsbindung bis 2029. Monatliche Rate 1.200€. Zusätzlich spare ich seit Jahren 800€ monatlich in ETFs.
Jetzt kommt ja ab Januar das neue geförderte Depot. Meine Überlegung: Soll ich die 800€ ETF-Sparrate komplett ins geförderte Depot umschichten und zusätzlich versuchen die Immobilie schneller abzubezahlen? Oder macht es mehr Sinn bei der aktuellen Zinslage die Tilgung minimal zu halten und lieber maximal ins geförderte Depot?
Die Immobilie ist schon deutlich im Wert gestiegen, aber die Instandhaltung wird auch teurer - allein die neue Klimaanlage hat uns diesen Sommer 4.500€ gekostet. Andererseits ist das Eigenheim ja auch Inflationsschutz.
Wie seht ihr das? Diversifikation zwischen Immobilie und Depot oder lieber einen Schwerpunkt setzen?
Hi VorsorgeProfi47,
aus meiner Sicht würde ich bei 1,8% Zinsen definitiv nicht schneller tilgen! Das ist quasi geschenktes Geld bei der aktuellen Inflation. Ich hab schonmal über die Depot-Kosten geschrieben - die staatliche Förderung ist einfach zu gut um sie nicht voll auszuschöpfen.
Mein Plan ist ähnlich: Immobilie (kleinere Eigentumswohnung) langsam tilgen und ab Januar voll auf das geförderte Depot setzen. Du hast ja schon eine super Basis mit den 800€ ETF-Sparrate. Wenn du die komplett ins geförderte Depot schiebst, holst du dir die maximale Förderung und kannst trotzdem breit diversifiziert bleiben.
Die Instandhaltungskosten sind natürlich ärgerlich, aber das ist halt der Preis fürs Eigenheim. Dafür hast du die Wertsteigerung mitgenommen und wohnst mietfrei. Ich würde die Balance so lassen wie sie ist - nur eben die ETF-Sparrate ins geförderte Depot umschichten.