Hallo zusammen,
stehe gerade vor einer schwierigen privaten Situation. Meine Frau und ich lassen uns scheiden und jetzt geht es um den Versorgungsausgleich. Wir haben beide schon mal über das neue Altersvorsorgedepot 2027 gesprochen, das ja nächstes Jahr kommt.
Jetzt frage ich mich: Wie wird das eigentlich bei einer Scheidung behandelt? Wird das wie eine normale private Altersvorsorge aufgeteilt oder gibt es da besondere Regelungen wegen der staatlichen Förderung? Bei Riester gab es ja auch spezielle Vorschriften.
Hat jemand schon mal gehört, wie das im neuen Gesetz geregelt ist? Oder gibt es dazu schon Stellungnahmen von Anwälten? Wäre echt hilfreich, wenn ich da schon mal Klarheit hätte, bevor wir nächstes Jahr eventuell beide ein Depot eröffnen.
Die ganze Situation ist sowieso schon belastend genug und jetzt im Sommer, wo man eigentlich mal entspannen möchte, muss man sich mit sowas rumschlagen...
Danke für eure Hilfe!
Aus steuerlicher Sicht wird das definitiv interessant. Das neue Depot hat ja einen anderen Förderrahmen als Riester, deshalb könnte es auch anders behandelt werden.
Würde auf jeden Fall warten bis die Scheidung durch ist. Sonst machst du dir nur unnötig Stress und musst später eventuell alles wieder aufteilen.
Rechtlich gesehen müsste das neue Altersvorsorgedepot beim Versorgungsausgleich berücksichtigt werden, da es zur Altersvorsorge dient. Die Förderung ändert daran nichts - auch Riester-Verträge werden ja aufgeteilt trotz staatlicher Förderung.
Entscheidend ist der Zeitraum der Ehe bis zur Antragstellung. Alles was in dieser Zeit in die Altersvorsorge eingezahlt wurde, wird hälftig geteilt. Bei fondsgebundenen Produkten wie dem neuen Depot wird der Wert zum Stichtag berechnet.
Mein Rat: Lass das von einem Fachanwalt prüfen und schieb die Depoteröffnung auf nach der rechtskräftigen Scheidung.
Puh, das ist echt eine komplizierte Situation. Soweit ich weiß, wird das geförderte Depot beim Versorgungsausgleich wie andere private Altersvorsorgeprodukte behandelt. Das bedeutet normalerweise, dass der Wert zum Stichtag ermittelt und dann zwischen euch aufgeteilt wird.
Bei der staatlichen Förderung wird es vermutlich ähnlich wie bei Riester laufen - die Förderung bleibt am jeweiligen Vertrag hängen, aber der Wert wird trotzdem geteilt. Ich hatte ja schon mal Probleme mit steuerrechtlichen Fragen - vielleicht solltest du wirklich einen Fachanwalt für Familienrecht fragen, der sich mit Altersvorsorge auskennt?
Das ist echt schwierig... Ich bin zwar noch jung und hoffentlich nie in der Situation, aber soweit ich das verstehe, gilt das neue Depot als Altersvorsorge und muss deshalb beim Versorgungsausgleich berücksichtigt werden.
Wichtig ist wahrscheinlich der Zeitpunkt - wenn ihr das Depot erst nach der Trennung eröffnet, sollte es nicht mehr relevant sein. Aber wenn ihr schon verheiratet seid, wenn das Depot 2027 startet und ihr dann einzahlt, wird das vermutlich aufgeteilt.
Tut mir leid für deine Situation. Vielleicht ist es besser, erstmal die Scheidung abzuwickeln und dann separat über Altersvorsorge nachzudenken?