Seite wählen

Portugal-Auswanderu...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Portugal-Auswanderung: Depot-Förderung bei doppelter Staatsbürgerschaft?

3 Beiträge
3 Benutzer
0 Reactions
3 Ansichten
Stefan87
Beiträge: 16
Themenstarter
(@stefan87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#28]

Hi zusammen,

planung für nächstes Jahr läuft bei mir auf Hochtouren, auch was die Altersvorsorge angeht. Hab da aber eine ziemlich spezielle Situation:

Ich hab neben der deutschen auch die portugiesische Staatsbürgerschaft (Mutter ist Portugiesin). Aktuell lebe ich in München, überlege aber ernsthaft, 2028 oder 2029 nach Porto zu ziehen - teilweise wegen der Lebenskosten, teilweise weil ich dort schon Familie habe.

Meine Frage: Wenn ich als Doppelstaatsbürger nach Portugal auswandere, aber weiterhin in Deutschland steuerpflichtig bleibe (weil ich remote für deutsche Kunden arbeite), behalte ich dann die Förderung für das neue Altersvorsorgedepot? Oder ist da entscheidend, wo mein Hauptwohnsitz ist?

Das DBA zwischen Deutschland und Portugal kenne ich oberflächlich, aber bei der neuen Förderung ab 2027 bin ich unsicher. Will ungern die Förderung verlieren, nur weil ich meinen Lebensmittelpunkt verlagere.

Hat da jemand schon konkrete Infos oder ist in einer ähnlichen Situation? Steuerberater kann ich erst im Herbst fragen, der macht gerade Sommerpause...

Danke schon mal!


2 Antworten
S.Hofmann
Beiträge: 31
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Das ist eine sehr interessante Konstellation! Bei doppelter Staatsbürgerschaft und grenzüberschreitendem Arbeiten wird's komplex.

Grundsätzlich ist für die Förderung des neuen Altersvorsorgedepots die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland entscheidend. Wenn du weiterhin hier steuerpflichtig bleibst (was bei remote work für deutsche Auftraggeber oft der Fall ist), sollte die Förderung theoretisch bestehen bleiben.

ALLERDINGS: Der Hauptwohnsitz spielt trotzdem eine Rolle. Auch bei unbeschränkter Steuerpflicht kann es Probleme geben, wenn du deinen gewöhnlichen Aufenthalt nach Portugal verlegst. Die EU-Freizügigkeit schützt zwar vor Diskriminierung, aber bei geförderten Altersvorsorgeprodukten gibt's oft nationale Sonderregelungen.

Mein Tipp: Lass das unbedingt von einem Steuerberater prüfen, der sich mit deutsch-portugiesischem Steuerrecht auskennt. Die Gesetze zum Altersvorsorgedepot sind noch so neu, dass es kaum Praxisfälle gibt. Wie ich schon bei der Selbständigen-Diskussion geschrieben hab - bei komplexen Konstellationen ist professionelle Beratung unverzichtbar.


Antwort
Marco_87
Beiträge: 29
(@marco_87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hmm, da würde ich vorsichtig sein. Auch wenn du doppelte Staatsbürgerschaft hast - sobald dein Lebensmittelpunkt in Portugal ist, bist du dort steuerlich ansässig. Und dann wird's schwierig mit deutschen Förderungen.

Hab mich auch schon mit Auswanderung beschäftigt (andere Gründe), und bei geförderten Produkten ist Deutschland ziemlich strikt. Bei der Riester-Rente musste man ja auch alles zurückzahlen, wenn man ins EU-Ausland ging - erst nach Jahren Rechtsstreit hat sich das geändert.

Beim neuen Depot 2027 ist noch alles offen, aber ich würd nicht darauf setzen dass es großzügiger wird. Eher im Gegenteil.


Antwort
Teilen: