Hi zusammen,
bin seit 3 Jahren selbständiger Webdesigner und will mich endlich mal um die Altersvorsorge kümmern bevor 2027 das neue Depot kommt. War letzte Woche bei meinem Steuerberater und der hat mich total verwirrt.
Er meinte, bei Selbständigen wäre das alles komplizierter weil ich ja keine festen Beiträge wie Angestellte hab. Dann hat er was von Mindestbeiträgen und Höchstgrenzen erzählt und dass ich eventuell sogar zur Beitragszahlung verpflichtet werden könnte? Das hab ich überhaupt nicht verstanden.
Mein Einkommen schwankt ziemlich - mal 2000€ im Monat, mal 5000€. Letztes Jahr hatte ich insgesamt so ca. 45.000€ Gewinn. Jetzt im Sommer läuft es wieder besser, die Kunden wollen alle ihre Websites für den Herbst fertig haben.
Weiß jemand wie das mit der Beitragspflicht funktioniert? Und muss ich schon jetzt anfangen zu sparen oder kann ich entspannt warten bis das Altersvorsorgedepot 2027 startet? Will nicht dass mir nachher Beiträge fehlen oder so.
Danke für eure Hilfe!
Hermann
Hey Hermann! Also ich bin auch selbständig (Grafikdesign) und hab mich da schon etwas schlau gemacht.
Dein Steuerberater hat teilweise recht, aber übertreibt bisschen. Beitragspflicht kommt hauptsächlich wenn du in bestimmten Bereichen arbeitest oder sehr hohe Einkommen hast. Bei Webdesign und deinem Gewinn eher nicht.
Das Gute: Du kannst flexibel einzahlen je nachdem wie die Auftragslage ist. Mal 100€, mal 500€ - kein Problem. Und die Förderung gibts trotzdem.
Warte definitiv bis 2027, die alten Riester-Verträge sind echt mies. Ich sammel auch erstmal Geld aufm Tagesgeld und spring dann 2027 richtig rein.
Hermann, ich kann deinen Steuerberater verstehen - das Thema ist wirklich nicht ganz einfach. Bei Selbständigen gibt es tatsächlich andere Regeln als bei Angestellten.
Grundsätzlich: Eine automatische Beitragspflicht zum Altersvorsorgedepot wird es für die meisten Selbständigen erstmal nicht geben. Das gilt hauptsächlich für bestimmte Berufsgruppen die bisher nicht anderweitig versichert sind.
Bei deinem Einkommen von 45.000€ im Jahr würdest du aber definitiv von der Förderung profitieren. Du kannst frei entscheiden wieviel du einzahlst, musst aber nicht. Was ich aus den bisherigen Entwürfen rausgelesen hab: Die aktuellen Zinsen sind eh im Keller, da ist warten bis 2027 nicht verkehrt.
Mein Tipp: Schon mal Geld zur Seite legen, aber nicht überstürzt in alte Verträge investieren. Das neue System wird deutlich flexibler.