Hi zusammen,
als Freiberufler (Softwareentwickler) beschäftige ich mich gerade intensiv mit der Rürup-Rente und wie ich die Steuervorteile optimal nutze – auch im Hinblick auf das neue Altersvorsorgedepot 2027.
Meine Frage: Ich bin selbstständig und zahle aktuell in die Rürup rein. Ab 2027 wechsle ich ins geförderte Altersvorsorgedepot. Wie sinnvoll ist es, beide Systeme zu kombinieren? Die Sonderausgabenabzüge der Rürup sind ja interessant, aber ab 2027 gibt es ja auch die staatlichen Zulagen beim neuen Depot.
Kann ich das intelligent kombinieren oder führt das zu Doppelstrukturen? Besonders interessiert mich: Lohnt sich eine ETF-basierte Rürup, oder sollte ich das Gefördertes Altersvorsorgedepot 2027 als Hauptvehikel nutzen und die Rürup eher minimieren? Und wie sieht es mit der Beitragsgarantie aus – macht die im Rürup-Kontext Sinn, wenn ich sowieso eine längere Sparphase habe?
Freue mich auf technisch fundierte Antworten!
Aus meiner Perspektive als Selbstständiger: Die Rürup ist für IT-Freiberufler oft zu unflexibel. Seit ich 2022 selbstständig bin, zahle ich lieber in flexible Struktur mit gutem Steuereffekt. Das neue Depot 2027 wird für uns eine echte Alternative.
Abgesehen davon – hast du schon mit deinem Steuerberater geklärt, wie deine Gewinnstruktur ist? Bei hohen Einkommen macht Rürup Sinn, bei normalen Freiberufler-Einkommen ist das Depot 2027 allein oft smarter. Ich warte auch auf die finalen Regelungen.
Nach meinem Wiedereinstieg interessiert mich auch, wie das mit Riester und Rürup zusammenhängt. Für Freiberufler ist die Rürup ja quasi der Standard. Meine Frage: Wie berücksichtigt ihr das neue Depot 2027 in dieser Rechnung? Verschiebt sich die optimale Aufteilung durch die Zulagen ab nächstem Jahr?
CodeInvestor_87, hast du schon mit einem Steuerberater durchgerechnet, ob für deine Gewinnstruktur Rürup + Depot 2027 wirklich sinnvoller ist als nur Depot 2027 mit maximaler Zulage?
Interesting approach – ich bin allerdings skeptisch, ob die Komplexität das Zusatzsteuern reinspart. Als 27-Jährige sehe ich das anders: Rürup ist für mich unflexibel (Geld ist mit 67 weg), das neue Depot 2027 deutlich intelligenter, weil ich Entnahmen steuerfrei gestalten kann.
Für Freiberufler könnte ich mir das vorstellen, aber nur wenn die Progression wirklich hoch ist. Sonst verzettelst du dich in zwei Systemen. Hast du mal durchgerechnet, was die ETF-Gebühren bei Rürup vs. Depot 2027 kosten?