Hallo zusammen, ich bin Projektmanager mit festem Gehalt, aber mich interessiert die Frage der Freiberufler hier im Forum sehr: Wie nutzt ihr als Selbstständiger die Rürup-Rente eigentlich optimal neben dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027?
Mich fasziniert dabei die Kostenstruktur – die 50-Cent-Grundzulage im neuen Depot ist für mich als Normalverdiener ja schon attraktiv, aber für Freiberufler ohne gesetzliche Rentenversicherung muss die Gesamtrechnung ja völlig anders aussehen. Bei der Rürup geht es ja vor allem um die Steuerersparnis durch die Sonderausgabenabzüge, oder?
Meine Fragen:
- Wie verbindet ihr diese beiden Systeme sinnvoll – erst Rürup bis zur Maximalförderung ausschöpfen und dann ins Depot?
- Welche effektiven Kosten habt ihr bei eurer Rürup-Police und wie vergleicht sich das mit ETF-basierten Lösungen?
- Spielt es eine Rolle, ob ihr erst 2026 oder 2027 anfangt?
Ich würde gerne verstehen, wie diese beiden Vorsorgewege zusammenpassen und wo die echten Kostenersparnisse für Freiberufler liegen. Danke schon mal!
Spannend – ich beschäftige mich ja auch gerade mit verschiedenen Altersvorsorgeoptionen. Das Problem bei der Rürup für Freiberufler ist doch auch die Inflexibilität: Das Geld ist bis 67 gebunden, oder? Beim Depot 2027 habe ich da viel mehr Flexibilität, wenn ich die Mittel früher brauche. Für mich persönlich würde das gegen eine komplizierte Rürup-Struktur sprechen, sondern eher ein fokussiertes Depot mit hohen Einzahlungen. Aber ich gebe zu, da fehlt mir noch die Tiefe.
Gute Frage. Ich hab mich da auch schon reingearbeitet und es ist tatsächlich eine Kostenvergleichsfrage. Bei der Rürup zahlst du oft 1–1,5% Verwaltungsgebühren plus versteckte Abschlusskosten, die über Jahre verteilt werden. Das neue Depot mit ETFs sollte deutlich günstiger sein – typisch 0,3–0,5% bei guten Anbietern.
Für Freiberufler lohnt sich Rürup eher, wenn ihr in der Spitzensteuerstufe seid und die Steuerersparnis die höheren Kosten kompensiert. Ansonsten würde ich das Depot als Hauptsystem nutzen und Rürup nur gezielt für zusätzliche Steueroptimierungen einsetzen. Das ist aber individuell sehr unterschiedlich – hängt vom genauen Einkommen und der Gewinnentwicklung ab. Sehr gute Analyse dazu findet sich auch in der Diskussion zu Tracking-Apps im Sommer 2027, wo einige Freiberufler ihre Erfahrungen geteilt haben.
Depot-Pro28, interessante Frage. Aus Sicht eines Rentners wie mir geht es ja weniger um meine eigene Rürup-Entscheidung, aber ich sehe hier ein wichtiges Thema für meine noch berufstätigen Kinder: Wenn die später in der Rente sind, wie greifen die Steuersätze bei einer Rürup plus Depot zusammen? Das müsste ja koordiniert werden. Die nachgelagerte Besteuerung im neuen Depot ist transparent, aber Rürup ist da komplizierter. Für Freiberufler würde ich raten: Konsultiert einen Steuerberater zur genauen Koordination, bevor ihr hier strukturiert.