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ETF im Altersvorsorgedepot und Wohnriester-Entnahme – geht das zusammen?

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Jana H.
Beiträge: 18
Themenstarter
(@j-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#65]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mich intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 auseinanderzusetzen und stehe gleichzeitig vor der Planung meines ersten Eigenheims. Ich habe gelesen, dass es beim alten Riester-System die Möglichkeit gab, angesparte Beträge für den Immobilienkauf zu entnehmen (Wohnriester). Mich beschäftigt jetzt die Frage, ob es beim neuen Altersvorsorgedepot 2027 etwas Ähnliches geben wird – also ob ich mein dort angespartes Kapital (investiert in ETFs) irgendwann auch für die Eigenheimfinanzierung nutzen kann, ohne die komplette Förderung zu verlieren.

Mein Gedanke dahinter: Wenn ich jetzt mit 28 anfange, ETFs ins Altersvorsorgedepot zu besparen, und in 4–5 Jahren ein Eigenheim kaufen möchte, würde ich das Kapital natürlich eigentlich lieber in die Immobilie stecken als es bis 67 zu binden. Ich frage mich deshalb, ob das neue System da flexibler ist als das alte, oder ob man das ganz klar trennen muss – also Altersvorsorgedepot für die Rente, separates Depot für den Immokauf.

Hat jemand dazu schon konkrete Infos aus dem Reformgesetz gelesen? Ich find die offiziellen Quellen ehrlich gesagt ziemlich unübersichtlich. Würde mich freuen wenn jemand das ein bisschen aufdröseln kann – gerade im Hinblick auf Steueroptimierung und Förderung.

Danke schon mal!
Jana


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David K.
Beiträge: 33
(@datadave_1991)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hi Jana H.,

gute Frage. Ich hab mich da auch intensiv reingelesen und soweit ich es verstanden habe, ist das neue Altersvorsorgedepot wirklich nicht für zwischenzeitliche Entnahmen gedacht – anders als beim alten Wohnriester. Das System ist konzeptionell auf Altersvorsorge bis 67+ ausgerichtet, ohne solche Flexibilitätsventile.

Das bedeutet für dich praktisch: Wenn du in 4-5 Jahren ein Eigenheim brauchst, solltest du das Geld wirklich separat sparen. Das ist auch steuerlich sauberer. Das Altersvorsorgedepot mit seinen ETFs solltest du eher als echten Langfrist-Aufbau sehen, wo die Förderung (Steuervorteil, eventuell Zuschüsse) den Mehrwert bringt.

Ich würde das getrennt anlegen – eine aggressive ETF-Strategie für die Immo-Rücklagen, und parallel moderate-aggressive Positionen fürs Depot. So hast du weniger Zielkonflikt und maximierst tatsächlich bei beiden Zielen.

Schau dir aber nochmal die exakten Regelungen zum AVmG an, falls da noch Details kommen. Die Infos sind echt zerstreut gerade.

David


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