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ETF-Renditeerwartungen für Altersvorsorgedepot – was ist realistisch?

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VorsorgeFuchs28
Beiträge: 40
Themenstarter
(@vorsorgefuchs28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#67]

Hallo zusammen,

ích bin 28 und stehe gerade wirklich vor der ersten großen Entscheidung, was Altersvorsorge angeht. Ich hab mich die letzten Wochen durch ziemlich viel Material gelesen und das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 klingt für mich eigentlich sehr interessant – vor allem wegen der staatlichen Förderung.

Was mich aber beschäftigt: Ich finde überall unterschiedliche Zahlen zu Renditeerwartungen. Manche sagen 6-7% p.a. langfristig bei breit gestreuten ETFs, andere schreiben von realistischen 4-5% nach Kosten und Inflation. Ich weiß gerade einfach nicht, welche Zahl ich für meine eigene Planung zugrunde legen soll.

Konkret frage ich mich:
– Was nehmt ihr als realistische Renditeerwartung bei einem ETF-basierten Altersvorsorgedepot über 30-35 Jahre?
– Rechnet ihr vor oder nach Inflation? Und wie macht ihr das praktisch?
– Hat jemand Erfahrung damit, wie sich verschiedene Renditeannahmen langfristig auf die tatsächliche Kapitalmenge auswirken? Also der Unterschied zwischen 4% und 6% über 35 Jahre ist ja enorm.

Ich möchte verschiedene Altersvorsorgeprodukte miteinander vergleichen und da ist mir wichtig, dass ich nicht Äpfel mit Birnen vergleiche. Bevor ich mich für das Altersvorsorgedepot entscheide, will ich einfach verstehen, wie ich realistische Kapitalertragsziele setzen kann ohne mir selbst etwas vorzumachen.

Freue mich über ehrliche Einschätzungen aus der Community!


1 Antwort
Sarah K.
Beiträge: 48
(@vorsorgeneuling)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich hab mich da auch schon reingelesen, weil ich ähnliche Fragen hatte. Ich hab vorher hier über den Einstiegszeitpunkt diskutiert und da kam das Thema Renditeerwartung auch kurz auf.

Meine Einschätzung nach einiger Recherche: Nominale 6-7% p.a. für einen breit diversifizierten Welt-ETF sind historisch plausibel, aber das ist eben nominal. Real, also nach Inflation, landet man eher bei 3-4%. Für die langfristige Planung würde ich persönlich mit 4-5% nominal oder 2,5-3,5% real rechnen – dann bist du auf der konservativeren Seite und wirst eher positiv überrascht als bitter enttäuscht.

Der Unterschied zwischen 4% und 6% über 35 Jahre ist tatsächlich brutal. Bei 300€ monatlich landet man grob bei gut 200k vs. knapp 360k – das ist kein Kleinkram. Deswegen finde ich es wichtig immer mit zwei Szenarien zu rechnen, einmal optimistisch und einmal konservativ.

Was die staatliche Förderung angeht: Die 50 Cent Grundzulage pro eingezahltem Euro machen das Altersvorsorgedepot für Normalverdiener meiner Meinung nach trotz aller Unsicherheiten bei den Renditen ziemlich attraktiv. Die Förderquote schlägt einfach viele andere Produkte direkt im ersten Jahr schon deutlich.


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