Hallo zusammen,
ich bin aktuell dabei, meine Sparplan-Strategie fürs neue Altersvorsorgedepot 2027 zu durchdenken und hätte gerne eine konkrete Rechnung dazu. Die meisten internationalen ETFs – ob MSCI World oder S&P 500 – sind ja faktisch dollar-lastig. Im August sehe ich den Euro momentan wieder schwächer werden.
Meine Frage: Wenn ich jetzt mit 300€/Monat starte und über 30 Jahre läuft, wie wirkt sich eigentlich die Wechselkursentwicklung wirklich aus? Ich habe mir verschiedene Broker-Tracking-Apps angeschaut und manche zeigen da wild schwankende Simulationen. Aber wie berechne ich das selbst realistisch? Ausschüttende oder thesaurierende ETFs – macht das beim Währungsrisiko einen Unterschied?
Karl hat mir vorgestern einen Rechner empfohlen, aber der war eher für Garantieprodukte. Ich bin Entwickler und mag es gerne konkret und nachvollziehbar – hat jemand eine Formel oder ein Modell, das ich selbst anwenden kann? Oder sollte ich einfach einen gehegten ETF nehmen und mir die Kopfschmerzen sparen?
Danke für praktische Inputs!
Das ist eine gute Frage, Marcus. Ich persönlich bin noch vorsichtig beim Einstieg, daher schaue ich gerade nach den konservativeren Mischungen – also mehr Bonds, weniger USA-Expo. Aber zu deinem Währungsrisiko: Wenn du 30 Jahre hast, sollte sich das statistisch ausgleichen, oder? Langfristig nutzt der Euro wieder auf, nehm ich an. Mein Fokus liegt eher darauf, nicht zu aggressive zu starten – Risikomanagement geht mir vor optimaler Renditerechnung.
Ehrlich gesagt: Diese ganze Währungsrisiko-Rechnerei ist für mich ein weiterer Grund, warum ich beim Garantieprodukt bleibe. Beim klassischen Versicherungsprodukt habe ich da schlicht keine Kopfschmerzen – der Kurs ist definitiv, die Rendite fest. Dein Dollar-Ängstnis ist berechtigt, aber da fang ich mir ja gleich noch weitere Probleme ein. Warum nicht einfach sicher planen?
Guter Punkt, Marcus. Das Währungsrisiko ist real, aber oft überbewertet. Wichtiger ist: Welche Kosten verursacht dir das Hedging? Ein geheckter ETF (EUR-hedged) kostet oft 15-30 Basispunkte mehr – über 30 Jahre ein großes Loch im Depot. Ich habe in meinen Analysen festgestellt: Bei langen Horizonten zahlt sich die Nicht-Absicherung typischerweise besser aus. Vergleich die TER genau, bevor du dich für Hedging entscheidest. Hier habe ich mal andere Kosteneffekte durchgerechnet – ähnliche Logik.