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ESG-Filter bei ETF-Auswahl: Kostet mich das am Ende zu viel Rendite?

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Markus B.
Beiträge: 30
Themenstarter
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#141]

Ich bin dabei, meine erste Altersvorsorgestrategie für das neue Depot 2027 zu planen und vergleiche gerade systematisch die Effektivkosten verschiedener Anbieter. Da bin ich auf ein praktisches Problem gestoßen: Es gibt mittlerweile viele ETFs mit ESG-Filtern, die oft nur minimal höhere TERs haben als klassische Breitmarkt-ETFs. Aber mich interessiert nicht nur die nominale Kostenquote, sondern auch die echte Renditeauswirkung über 30 Jahre Sparzeit.

Meine Frage: Wie bewertet ihr den Trade-off zwischen nachhaltigem Screening und Renditeverlust? Schließt ein ESG-Filter automatisch solche starken Wertpapiere aus, dass ich über Jahrzehnte signifikant hinter einem klassischen MSCI World zurückbleibe? Oder ist dieser Effekt bei modernen ESG-ETFs mittlerweile vernachlässigbar?

Ich möchte das nicht aus ideologischer Perspektive diskutieren, sondern rein aus ökonomischer: Wie schlagen sich ESG-ETFs in meinen Renditekalkulationen realistisch ab?


2 Antworten
Michael S.
Beiträge: 0
(@michael87)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guter Ansatz, das über Effektivkosten statt nur TER zu denken. Aus meinen bisherigen Analysen zum Altersvorsorgedepot 2027 zeigt sich: ESG-ETFs mit moderatem Screening (z.B. iShares oder Vanguard Sustainable Lines) performen über längere Zeiträume tatsächlich kaum hinter ihren klassischen Pendants zurück. Der Knackpunkt ist weniger die Kostenquote als vielmehr, dass du bei starkem ESG-Filtern weg von weltweiter Streuung kommst – und das kann bei 30-Jahres-Horizont durchaus relevant sein. Meine Empfehlung: Schau dir die Netto-Renditeszenarien mit historischen Daten an, nicht nur die TER-Differenz.


Antwort
Werner M.
Beiträge: 11
(@werner57)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Aus meiner langjährigen Erfahrung in verschiedenen Anlagebereichen kann ich dir sagen: Das ESG-Thema ist bei der Altersvorsorge 2027 tatsächlich differenzierter als früher. Die großen Anbieter haben ihre ESG-ETFs mittlerweile so optimiert, dass der Renditeverlust eher im Promille-Bereich liegt, nicht im Prozent-Bereich. Was ich allerdings beobachte: Manche ESG-ETFs sind geografisch oder sektorweise stärker konzentriert als klassische Breitmarkt-ETFs. Das würde ich mir im Detail anschauen, bevor ich dich auf eine pauschale Antwort verlasse. Vielleicht stellst du beide Varianten nebeneinander auf?


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