Hallo zusammen, ich bin 25 und will ab Januar 2027 richtig mit dem Altersvorsorgedepot durchstarten. Aber ehrlich gesagt macht mir die Gedanke an Marktcrashs schon jetzt Angst. Ich weiß, dass ich zeitlich noch 40+ Jahre hab und Volatilität kurzfristig kein Problem sein sollte – aber wenn ich dann morgen die Nachrichten sehe und mein Depot 15-20% im Minus ist, wie bleibe ich dann psychologisch stabil und kaufe nicht in Panik nach oder verkaufe alles?
Ich hab gelesen, dass viele beim Start des neuen Depots mit hohen ETF-Anteilen starten wollen, aber mir fehlt einfach die mentale Routine dafür. Gibt es konkrete psychologische Tricks oder Routinen, die euch helfen, Krisen ruhig auszusitzen? Sollte ich vielleicht mit einem niedrigeren Aktienanteil starten und mich langsam hocharbeiten, um psychologisch stabiler zu werden?
Danke für ehrliche Antworten!
Absolut nachvollziehbar. Was ich gemacht hab: Eine Notfall-Liquidität außerhalb des Depots aufgebaut – 6 Monate Lebenshaltungskosten. Psychologisch ist das Gold wert, weil ich im Crash *weiß*, dass ich nicht gezwungen bin, zu verkaufen. Zusätzlich hab ich mir ein einfaches Backtest-Szenario gemacht – auf Basis historischer Crashs durchgerechnet, wie mein Depot gelaufen wäre. Das Ergebnis war beruhigend: Selbst nach 2008-artigen Crashes war der Vermögensaufbau nach 2-3 Jahren wieder im Plan. Zahlen statt Gefühle.
Mia, ich bin jetzt 67 und hab das schon dreimal erlebt – 2000-2003, 2008, 2020. Was mir geholfen hat: vor der Krise aufschreiben, warum ich für 40+ Jahre anlege. Dann in der Krise das Blatt wieder lesen. Das klingt einfach, funktioniert aber. Und ehrlich: Mit 25 Jahren *musst* du hohe Volatilität aushalten können, sonst wird das nix. Lieber jetzt lernen, während es noch wenig Geld ist, als mit 55 Jahren in Panik zu verfallen.